| 9 Artikel | Textanfang / Anzahl Wörter |
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| Bisyllabisch | (lat.), zweisilbig. / 3 |
| Bit | (engl., "Bissen, Stückchen"), Name kleiner Münzen, besonders in Westindien und Nordameri / 12 |
| Bitaub | (spr. -tobé), Paul Jérémie, franz. Dichter, geb. 24. Nov. 1732 zu Königsberg i. Pr. als / 158 |
| Bitburg | Kreisstadt im preuß. Regierungsbezirk Trier, 335 m ü. M., zwischen der Nims und Kyll, / 73 |
| Biterolf | # 1) Name eines deutschen Dichters vom Ende des 12. Jahrh., der nach dem Bericht des Rudolf / 77 |
| Biterolf _2 | # mittelhochdeutsches episches Gedicht in kurzen Reimpaaren, aus dem Ende des 12. Jahrh., vielleicht / 216 |
| Bitetto | Stadt in der ital. Provinz Bari, an der Eisenbahn von Bari nach Taranto, hat eine interessante, / 34 |
| Bitheïsmus | (lat.-griech.), Zweigötterei. / 3 |
| Bithynien | alte Landschaft im nordwestlichen Kleinasien, welche gegen W. und N. von der Propontis (Marmaramee / 571 |
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Fortsetzung: Bisutûn, (Behistûn), Dorf im pers. Kurdistan, 36 km östlich von Kirmanschahan, an der alten Heerstraße
gegenüber sind neun andre Personen hintereinander stehend dargestellt, aber je weiter nach hinten, desto mehr an Größe zunehmend, alle die Hände auf den Rücken gebunden, mit Stricken um den Hals und bis auf den letzten, der eine spitze Mütze trägt, ohne Kopfbedeckung. Sie stellen neun von Dareios besiegte und getötete aufständische Könige dar. Über der Gruppe ist Ahuramasda (Ormuzd) dargestellt, welcher den König segnet und ihm mit der Linken eine Krone reicht. An Kunstwert stehen die Skulpturen von Bisutûn hinter denen von Persepolis zurück.
Übrigens war die Bedeutung des Bildwerks schon nach einem Jahrhundert von den Anwohnern so weit vergessen, daß Ktesias (unter Artaxerxes II.) dasselbe der assyrischen Vorzeit (der Königin Semiramis) zuschreiben konnte. Das Verdienst, die Inschriften (die in 100 m Höhe über der Thalebene angebracht sind) zuerst kopiert und entziffert zu haben, gebührt dem Engländer Rawlinson; eine vollständige Übersetzung derselben findet sich in Opperts Werk »Le [* 2] peuple et la langue des Mèdes« (Par. 1879). Die Gegend um Bisutûn ist das alte, an Pferden reiche Weideland Bagistana (altpers. Bâghastâna, »Götterort«),
wo Alexander d. Gr. mehrere Wochen mit seinem Heere rastete, ehe er weiter nach Ekbatana zog.
Vgl. Spiegel, [* 3] Die altpersischen Keilinschriften (Leipz. 1862).
(engl., »Bissen, Stückchen«),
Name kleiner Münzen, [* 4] besonders in Westindien [* 5] und Nordamerika. [* 6]
* 7 Königsberg.
(spr. -tobé), Paul Jérémie, franz. Dichter, geb. 24. Nov. 1732 zu Königsberg [* 7] i. Pr. als Sprößling einer Emigrantenfamilie, studierte zu Frankfurt [* 8] a. O. anfangs Jurisprudenz und Theologie, widmete sich dann ganz den schönen Wissenschaften und erregte durch seine Übersetzung des Homer die Aufmerksamkeit Friedrichs d. Gr., der ihn in die Berliner [* 9] Akademie aufnahm und ihm die Erlaubnis erteilte, sein Werk in Paris [* 10] zu vollenden. 1795 zum Mitglied des Nationalinstituts ernannt, starb er 22. Nov. 1808 in Paris. Seine in Prosa abgefaßte Übersetzung der »Iliade« (1762, 1780, 2 Bde.) und der »Odyssee« (1785) ist trocken und poesielos, hatte aber einen großen Erfolg. Außerdem schrieb er Gedichte in Prosa: »Joseph« (Berl. 1767) und »Guillaume de Nassau« (Amsterd. 1773; neu u. d. T.: »Les Bataves«, Par. 1796),
und lieferte eine mittelmäßige Übersetzung von Goethes »Hermann und Dorothea« (1800, neue Ausg. 1865). Seine »Œuvres complètes« erschienen 1804 zu Paris in 9 Bänden.
Vgl. Berr, Essai sur la vie et les ouvrages de Bitaubé (Nancy [* 11] 1809).
* 12 Trier.
Kreisstadt im preuß. Regierungsbezirk Trier, [* 12] 335 m ü. M., zwischen der Nims und Kyll, 6 km von der Eisenbahnstation Erdorf-Bitburg (Köln-Trier), hat 1 Amtsgericht, 1 evangelische und 2 kathol. Kirchen, 1 Landwirtschaftsschule, 1 altes Schloß und (1880) 2640 meist kathol. Einwohner.
Bitburg, ursprünglich ein römisches Kastell (Beda, später Bedonisburgum), von dem noch Mauerüberreste vorhanden sind, erhielt 1262 Stadtrecht. 5 km von Bitburg bei Fließem gut erhaltene Mosaikböden, Überbleibsel eines Jagdschlosses des römischen Kaisers Hadrian.
1) Name eines deutschen Dichters vom Ende des 12. Jahrh., der nach dem Bericht des Rudolf von Ems in dessen »Alexander« eine Bearbeitung der Sage von Alexander d. Gr. verfaßt haben soll.
Dieses Gedicht ist bis jetzt nicht aufgefunden worden.
2) Einer der am sagenhaften Wartburgkrieg beteiligten Sänger, über den sonst nichts bekannt ist.
In der Chroniksage wird er einfach erwähnt, im ältern Gedicht ist er Gegner Heinrichs von Ofterdingen und preist insbesondere den Grafen von Henneberg.
mittelhochdeutsches episches Gedicht in kurzen Reimpaaren, aus dem Ende des 12. Jahrh., vielleicht von dem Verfasser der »Klage« (der »Nibelungen«). Das Gedicht umfaßt 16 Abenteuer in ca. 13,500 Versen. Zu Biterolf, dem König von Tolet (Toledo), [* 13] dem sein Weib Dietlinde einen Sohn, Dietlieb, geboren hat, kommt ein Pilger und erzählt von Etzels Macht und Helkens Milde so viel, daß der König sich entschließt, ins Hunnenland zu ziehen. Ohne jemand das Ziel seiner Reise zu bezeichnen, entfernt er sich von der Heimat, kommt zu Etzel, bleibt bei ihm und streitet unter seinen Rittern, ohne sich zu erkennen zu geben.
Indes macht sich Dietlieb, obgleich noch Kind, auf, den Vater zu suchen, trifft auch auf Etzelburg ein und sieht den Vater, ohne ihn jedoch zu erkennen oder erkannt zu werden, bis sie selbst miteinander gekämpft haben. Nachdem alles aufgeklärt ist, fechten Vater und Sohn noch manche blutige Fehde für Etzel siegreich durch, so daß dieser ihnen das Land Steier schenkt. Das Werk ist wahrscheinlich eine dem höfischen Geschmack angepaßte Umarbeitung eines ältern Gedichts. Fremde Sagenkreise sind in den deutschen hereingezogen, namentlich sind Einflüsse britischer Romane wahrzunehmen. Nach der Wiener (Ambraser) Handschrift abgedruckt findet sich das Gedicht in v. d. Hagens »Heldenbuch«, Bd. 1 (Berl. 1820). Eine kritische Ausgabe besorgte O. Jänicke in »Deutsches Heldenbuch«, Bd. 1 (Berl. 1866).
* 14 Basilika.
Stadt in der ital. Provinz Bari, an der Eisenbahn von Bari nach Taranto, hat eine interessante, 1325 begonnene Kathedrale (dreischiffige Basilika [* 14] im Übergangsstil) und (1881) 5579 Einw. Das Bistum Bitetto wurde 1818 aufgehoben.
alte Landschaft im nordwestlichen Kleinasien, welche gegen W. und N. von der Propontis (Marmarameer) und dem Pontos Euxinos (Schwarzes Meer), gegen S. vom Olympos (Keschisch Dagh) und etwa 40° nördl. Br. begrenzt war. Gegen O. trennte es der Parthenios (jetzt Bartan Su) von Paphlagonien; im S. waren die anstoßenden Länder Galatien, Phrygien und Mysien. Das Land ist im O. und S. mit waldreichen Gebirgen erfüllt (außer dem Olympos bei Prusa der Orminios, jetzt Ischik Dagh, im O.); die niedrigere und von fruchtbaren Thälern durchschnittene Westhälfte enthält einige große Landseen, wie den Askanischen (Isnik Göl), an dem Nikäa (Isnik), den Artynischen, an welchem Apollonia (Bullonia) lag.
Hier im W. schneiden auch zwei Meerbusen tief ins Festland ein: der von Astakos (Ismid Körfesi) und der von Kios (Indschir Liman). Der Hauptstrom ist der Sangarios (Sakaria); außerdem der Billäos (jetzt Filias) in der Osthälfte. Als Hauptprodukte werden Marmor, Schiffbauholz, Getreide [* 15] und Hülsenfrüchte, Feigen, Wein und Käse aufgeführt. In Bithynien waren thrakische Stämme angesiedelt, in zusammenhängender Masse und unter eignen Fürsten, Thyner und Bithyner genannt; erstere auch auf europäischem Boden seßhaft, letztere wenig hervortretend, weil sie mehr landeinwärts wohnten in einem Gebiet, das von den großen Verkehrsstraßen abseits lag. Unter den Städten sind zu nennen: die von Athenern und Megarern gegründete Kolonie Astakos (auch Olbia) am gleichnamigen Golf, von Lysimachos zerstört, worauf Nikomedes die Bewohner etwas nördlicher in Nikomedia (s. d.) ansiedelte, welches das ganze Mittelalter hindurch ¶
blühte (jetzt Ismid). Daneben ist Nikäa (s. d.) zu nennen. Die von Europa [* 17] her eingewanderten Thraker vermochten übrigens die vorgefundenen Urbewohner keineswegs zu verdrängen. So hielten sich namentlich im O. die Mariandyner, einst Unterthanen der dorischen Kolonie Heraklea, deren Sitten Spuren semitischen Einflusses zeigten. – Bithynien bildete einen Bestandteil des lydischen Reichs und wurde mit demselben von den Persern unterworfen, unter deren Herrschaft es zur Satrapie Phrygien gehörte. Die Zerrüttung des Perserreichs unter Xerxes' Nachfolgern ermöglichte es dem einheimischen Fürstengeschlecht, sich fast unabhängig zu machen. Nach dem Tod Alexanders d. Gr. fiel Bithynien an Lysimachos. Nach dem Untergang des Reichs des letztern (281 v. Chr.) gelang es dem Fürsten der Bithyner, Nikomedes, die Selbständigkeit zu erringen und alle thrakischen Stämme zu dem Königreich Bithynien zu vereinigen Nikomedes I. (gest. 246) kämpfte mit Glück gegen Antiochos Soter, verbündete sich 275 mit den Galatern und erweiterte sein Reich durch die Eroberung des nordöstlichen Teils von Phrygien.
* 18 Grenzen.
Unter seinen Nachfolgern sind hervorzuheben: Prusias I. (236–186), der die Grenzen [* 18] des Reichs nach O. und W. erweiterte;
Prusias II. (gest. 148), der 184 den flüchtigen Hannibal aufnahm, aber nicht schützte, die pergamenischen Könige Eumenes II. und Attalos II. besiegte, von den Römern aber zum Frieden gezwungen wurde, und Nikomedes III. mit dem Beinamen Philopator, der von Mithridates zweimal vertrieben, von den Römern aber zurückgeführt wurde.
* 20 Konstantinopel.
Bei seinem Tod (74) vermachte er sein Reich den Römern, die es auch unter Lucullus gegen Mithridates behaupteten und zuerst mit der Provinz Asien, [* 19] dann mit Pontus vereinigten. Unter Augustus wurde Bithynien eine Prokonsularprovinz, die aus zwei Hauptteilen bestand: Bithynien, westlich von der Propontis bis zum Sangarios, und Pontus, vom Sangarios bis Kytoros in Paphlagonien. Theodosius II. trennte beide Teile wieder und nannte den östlichen nach seinem Oheim Honorias. 1074–1097 war das Land im Besitz der Seldschukken, die es im ersten Kreuzzug an die Christen verloren. Während der Dauer des lateinischen Kaisertums in Konstantinopel [* 20] (1204–1261) war Nikäa in Bithynien Sitz eines griechischen Kaisers. 1298 brach Osman in Bithynien ein, und 1326 ward das eroberte Prusa (Brussa) Hauptstadt des Reichs der Osmanen.
Ende Bithynien
Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 2. Band: Atlantis - Blatthornkäfer, Seite 988; .
http://www.peter-hug.ch/lexikon/02_0988
48.11 BIT2.989 Bitjuga2.989 Bitlis2.989 Bitolia2.989 Biton2.989 Bitonto2.989 Bitsch41.288 BITSCH99.435 Bitsch53.62 Bitschuanen2.989 Bitschurin53.62 Bitschweiler2.991 Bitt33.13 Bitten2.990 Bitter33.13 Bitter_253.62 Bitter_32.991 Bitter, Weltersches53.62 Bitter, Weltersches_22.990 Bitterdistel2.990 Bittererde53.62 Bittererde_22.990 Bitteresche2.990 Bitterfeld53.62 Bitterfeld_253.62 Bitterholz2.990 Bitterholzbaum2.990 Bitterkalk53.62 Bitterkalk_22.990 Bitterkeit2.990 Bitterklee21.52 Bitterklee_253.62 Bitterklee_32.990 Bitterkleesalz53.62 Bitterkleesalz_22.990 Bitterkresse53.62 Bitterkresse_22.990 Bitterlich2.990 Bitterling53.62 Bitterling_22.991 Bittermandelgrün2.991 Bittermandelöl21.52 Bittermandelöl_253.62 Bittermandelöl_353.63 Bittermandelölgrün2.991 Bittermandelwasser53.63 Bittermandelwasser_22.991 Bittermittel53.63 Bittermittel_22.991 Bittersalz21.53 Bittersalz_253.63 Bittersalz_32.991 Bittersalzerde53.63 Bitterseen2.991 Bitterspat53.63 Bitterspat_253.63 Bitterstoff2.991 Bitterstoffe2.991 Bittersü53.63 Bittersü_221.53 Bittersüss2.991 Bitterwässer53.63 Bitterwässer_22.991 Bitterwurzel2.991 Bittgänge41.288 BITTLETEN2.991 Bittschrift41.288 BITTWIL2.991 Bitumen2.991 Bituminit2.991 Bituriger41.288 BITZENBÜHL41.288 BITZENEN41.288 BITZI41.288 BITZIBERG41.288 BITZIGHOFEN41.288 BITZIHOF41.288 BITZISTOCK2.992 Bitzius18.137 Bitzius_2Sie sind hier: Lexikon '88 > Meyers > Band 2 > Seite 2.988