| 8 Artikel | Textanfang / Anzahl Wörter |
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| Caulis | (lat.), Stengel (s. d.). / 4 |
| Caulonia | Stadt in der ital. Provinz Reggio di Calabria, Kreis Gerace, auf bedeutender Höhe über dem / 58 |
| Caulopteris | L. H., eine vorweltliche Farngattung von zweifelhafter Verwandtschaft, die in mehreren (ca. / 21 |
| Caumont | (spr. komóng), Arcisse de, franz. Archäolog, geb. 28. Aug. 1802 zu Bayeux, gest. 16. April / 158 |
| Caupo | (lat.), Schenk-, Gastwirt; Caupona, Schenke. / 6 |
| Cauquénes | (spr. ka-utenes), Stadt in der Provinz Máule (Chile), am Abhang eines Hügels und dem gleichnamigen / 38 |
| Caus | (Caulx, Caux, Cauls, spr. -los, Mondekaus), Salomon de, Ingenieur, geb. 1576 zu Dieppe, verließ / 274 |
| Causa | (lat.), Grund, Ursache, Veranlassung; in der Rechtswissenschaft ein Wort von sehr verschiedener / 513 |
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Fortsetzung: Caulaincourt, (spr. kolängkuhr), Armand Augustin Louis, Graf von, Herzog von Vicenza, franz. Staatsmann,
die zweite Abdankung des Kaisers teil und war auch Mitglied der Regierungskommission. Nach dem zweiten Einzug Ludwigs XVIII. auf die Proskriptionsliste gesetzt, aber auf Verwenden des Kaisers Alexander wieder gestrichen, durfte er zwar in Frankreich bleiben, verlor aber 1815 seine Pairswürde. Verfolgungen von seiten der Ultraroyalisten bewogen ihn endlich, sich aus sein Landgut zurückzuziehen und bloß seiner Familie und der Landwirtschaft zu leben. Caulaincourt starb 19. Febr. 1827 in Paris. [* 2] Seine Memoiren erschienen 1837–40 unter dem Titel: »Souvenirs du duc de Vicence«. – Sein ältester Sohn war unter dem zweiten Kaiserreich Senator. Ein jüngerer Bruder, Graf Augustin Jean Gabriel de Caulaincourt, geb. 1777, fiel als Divisionsgeneral in der Schlacht bei Borodino 7. Sept. 1812.
(lat.), Stengel [* 3] (s. d.). ^[= (Kaulom, Stamm, Achse), eins der morphologischen Grundorgane der Pflanzen, in der Fähigkeit ...]
* 4 Kreis.
Stadt in der ital. Provinz Reggio di Calabria, Kreis [* 4] Gerace, auf bedeutender Höhe über dem Alaro und der Kalabrischen Küstenbahn gelegen, hat Handel mit landwirtschaftlichen Produkten, insbesondere Südfrüchten, und (1881) 4395 Einw. Caulonia hieß früher Castelvetere und ward erst in neuester Zeit nach dem antiken Kaulonia, das 7 km östlich davon an der Meeresküste lag, Caulonia benannt.
L. H., eine vorweltliche Farngattung von zweifelhafter Verwandtschaft, die in mehreren (ca. 8) Arten vom Devon [* 5] bis zur Kreide [* 6] vorkommt.
(spr. komóng), Arcisse de, franz. Archäolog, geb. 28. Aug. 1802 zu Bayeux, gest. 16. April 1873 zu Caen in der Normandie, wo er seinen Wohnsitz hatte. Er war der Gründer des Studiums der nationalen Archäologie in Frankreich, da er durch Wort und Schrift sowie durch Gründung archäologischer Vereine, zunächst in der Normandie, 1824 diese Studien einleitete und verbreitete. Sein aus Vorträgen entstandene »Cours d'antiquités monumentales« (1831–43, 6 Bde. mit Atlas) [* 7] ist die erste wissenschaftliche Bearbeitung des monumentalen Mittelalters.
Den eigentlichen Mittelpunkt für diese Wissenschaft gründete Caumont 1834 durch die Errichtung der Société française d'archéologie pour la conservation des monuments nationaux, welche jährlich Kongresse abhielt und ihre Forschungen in dem von Caumont bis 1872 redigierten »Bulletin monumental« veröffentlichte. Außerdem schrieb er »Abécédaire, ou rudiments d'archéologie« (Bd. 1: »Architecture religieuse«, 5. Aufl. 1867; Bd. 2: »Architecture civile et militaire«, 3. Aufl. 1869; Bd. 3: »Ére gallo-romaine«, 1862) und gab die »Statistique monumentale de Calvados« (Caen 1847–67, 5 Bde.) heraus.
Caupona, Schenke. ^[= (Schenck), Johann, Komponist, geb. 30. Nov. 1753 zu Wiener-Neustadt, wurde als Chorknabe im ...]
* 8 Chile.
(spr. ka-utenes), Stadt in der Provinz Máule (Chile), [* 8] am Abhang eines Hügels und dem gleichnamigen Nebenfluß des Rio [* 9] Máule, 154 m ü. M., hat meist einstöckige Häuser, ein Krankenhaus, [* 10] ein Lyceum und (1875) 6013 Einw. Cauquénes wurde 1742 gegründet.
* 14 Dampfmaschine.
(Caulx, Caux, Cauls, spr. -los, Mondekaus), Salomon de, Ingenieur, geb. 1576 zu Dieppe, [* 11] verließ als Protestant sein Vaterland und lebte um 1612 in England, vermutlich von 1614 bis 1620, als Baumeister und Ingenieur des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz in Heidelberg, [* 12] wo er einen Teil des Schlosses erbaute und die Gartenanlagen schuf. Später kehrte er nach Frankreich zurück und starb 6. Juni 1626 in Paris. Daß er geisteskrank nach Bicêtre gebracht und dort gestorben sei, scheint unhistorisch zu sein. Er schrieb: »Les raisons des forces mouvantes avec diverses machines, etc.« (Frankf. 1615; deutsch u. d. T.: »Von gewaltsamen Bewegungen, Beschreibung etlicher sowohl nützlicher als listiger Maschinen«, Frankf. 1615), und auf Grund dieses Werks, in welchem Caus einen Apparat (keine Maschine) [* 13] zum Heben von Wasser mittels Dampfdrucks beschrieb, hat Arago, wohl nicht mit vollem Rechte, die Erfindung der Dampfmaschine [* 14] für Caus in Anspruch genommen (1829 im »Annuaire« des Längenbüreaus, dann in Aragos »Sämtlichen Werken«, deutsche Ausgabe, Bd. 5). Caus hat bestimmt und mit Sachkenntnis ausgesprochen, wie man sich der elastischen Kraft [* 15] des Wasserdampfes zur Konstruktion einer hydraulischen, zum Heben des Wassers bestimmten Maschine zu bedienen habe. Er gründete seinen Apparat, von dessen Ausführung aber nirgends gesprochen wird, auf das Prinzip des Heronsballes, und sicher ist, daß sein Projekt die Hauptveranlassung zu manchen der nächstfolgenden Erfindungen war. Caus schrieb noch: »La perspective avec la raison des ombres et miroirs« (Lond. 1612);
»Institution harmonique« (Frankf. 1615);
»Hortus Palatinus« (Heidelb. 1620);
»La pratique et la demonstration des horloges solaires« (Par. 1624). – Ein Verwandter von Caus, Isaac de Caus aus Dieppe, ebenfalls Baumeister und Ingenieur, schrieb: »Nouvelle invention de lever l'eau plus haut que sa source« (Lond. 1644).
(lat.), Grund, Ursache, Veranlassung; in der Rechtswissenschaft ein Wort von sehr verschiedener Bedeutung. In Bezug auf Sachen versteht man im allgemeinen darunter die Beschaffenheit und juristische Eigentümlichkeit einer Sache. Dahin gehören auf der einen Seite alle Lasten, welche mit der Sache verbunden sind, auf der andern aber auch alle Vorteile, welche dieselbe mit sich bringt (causa rei, causa omnis). In Bezug auf Handlungen bezeichnet Causa namentlich den Grund, aus dem man einem andern etwas zuwendet, und zwar kann man eine Sache mit Rücksicht auf den Grund, aus welchem sie gegeben wurde, zurückfordern, und man kann auf Zurückgabe klagen, wenn der betreffende Grund ein falscher ist (condictio causa data causa non secuta, in welchem Fall Causa einmal die wirklich erfolgte Leistung und sodann die erwartete Gegenleistung bedeutet), oder wenn er ein rechtswidriger und zwar entweder ein künftiger (condictio ob turpem causam) oder ein vergangener (condictio ob injustam causam), oder endlich, wenn gar kein Grund vorhanden ist (condictio sine causa). Bei Kontrakten versteht man unter Causa im materiellen Sinn (causa debendi) den Grund, aus dem die Verpflichtung zu einer Leistung erfolgt (Schuldforderungsgrund). Es genügt nämlich nach gemeinem Recht zur Entstehung einer Vertragsobligation nicht, wenn einfach der eine dem andern eine Leistung verspricht und dieser solche annimmt, sondern es muß auch beigefügt werden, weshalb diese Verpflichtung zur Leistung übernommen wird;
denn sonst ist der Vertrag unwirksam, und eine derartige Schuldverschreibung, z. B.: Ich bekenne hiermit, dem X. 100 Mk. schuldig zu sein, reicht (als cautio indiscreta) zum Beweis der Schuld nicht hin;
anders aber, wenn es heißt: Ich bekenne hiermit, dem X. 100 Mk. Darlehen schuldig zu sein, denn hier ist der Darlehnsvertrag die materielle Causa;
nur beim Wechsel ist schon das bloße Versprechen ohne Angabe der Causa debendi bindend.
Indessen neigt sich die Gerichtspraxis einer weniger strengen Auffassung zu, indem sie namentlich die Anrechnung als Schuldgrund anerkennt. Causa bedeutet ferner s. v. w. Prozeßsache, Rechtssache, daher causa appellabilis, eine Rechtssache, in der man an ein höheres Gericht Berufung einlegen kann;
causa civilis, bürgerliche Rechtssache im Gegensatz zu causa criminalis, ¶
causa connexa, zusammenhängende, dazu gehörige Sache;
causa denegatae justitiae, Klagsache wegen verweigerter Rechtspflege;
causa divortii, Ehescheidungssache;
causa ecclesiastica, geistliche oder kirchliche Sache;
causa efficiens, wirkende Ursache;
causa exhereditationis, Enterbungsgrund;
causa feudalis, Lehnssache;
causa finalis, Endursache;
causa impulsiva, Beweggrund;
causa justa, gerechte Ursache;
causa justa litigandi, gerechte Ursache zum Streit (Prozeß);
causa legitima, gesetzmäßige Ursache;
causa lucrativa, eine einträgliche, gewinnbringende Sache;
causa matrimonialis. Ehesache;
causa minuta, Bagatellsache;
causa morbi, Krankheitsursache;
causa mortis, Todesursache;
causa petendi, Klagegrund;
pia causa, eine milde Stiftung, d. h. eine Stiftung für irgend einen frommen oder gemeinnützigen Zweck, welche die Rechte der juristischen Persönlichkeit genießt;
causa possessionis, der rechtliche Grund, aus dem der Besitzwille beruht (Titel des Besitzes), wonach man einen rechtmäßigen und unrechtmäßigen, einen Usukapions- und bloßen Interdiktenbesitz unterscheidet;
causa praegnans, dringende Ursache;
causa praeparatoria, als Vorbereitung der Hauptsache vorhergehende Sache;
causa praepollens, überwiegender Grund;
causa prima, Grundursache;
causa probabilis, wahrscheinliche, glaubliche, beweisbare Sache;
causa protractae justitiae, Klage wegen Rechtsverzögerung;
causa proxima, nächste Ursache;
causa pupillaris, Sache eines Unmündigen, Waisensache;
causa remota, entfernte Ursache;
causa separata, eine besondere Sache;
causa sufficiens, ein hinreichender Grund.
Ende Causa
Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 3. Band: Blattkäfer - Chimbote, Seite 871; .
http://www.peter-hug.ch/lexikon/03_0871
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