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| Irkaipij | (Cooks Nordkap), Landspitze der Tschuktschenhalbinsel unter 180° L. v. Gr., 68° 50' 13'' / 14 |
| Irkutsk | russ. Gouvernement in Ostsibirien, an der West- und Nordseite des Baikalsees, grenzt südlich / 492 |
| Irland | (engl. Ireland, bei den keltischen Urbewohnern Eirin oder Erin, d. h. Westland, woraus die / 13782 |
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Fortsetzung: Iritis, Entzündung der Iris oder Regenbogenhaut des Auges, entsteht sehr oft ohne alle nachweisbare
Erkältungen als rheumatische I., vielleicht am häufigsten ist sie eine Erscheinung der Syphilis (I. gummosa). In ihren Anfängen wird sie zuweilen nur durch ein leichtes Ermüden des Auges bemerkt, dann gesellt sich eine sehr zierliche, in Adern hervortretende Rötung um die Hornhaut hinzu, und gleichzeitig wird eine Entfärbung der Iris wahrgenommen. Die Gefahr beruht in der großen Neigung der entzündeten Regenbogenhaut zu Verwachsungen mit der Linsenkapsel (Synechia posterior) und der Hornhaut (Synechia anterior). Die Heilung erfolgt bei rechtzeitiger ärztlicher Behandlung regelmäßig. Das souveräne Mittel ist das Atropin, mittels dessen der möglichst hohe Grad der Pupillenerweiterung (Mydriasis) herbeigeführt wird, welcher schon beginnende Verlötungen trennt und neue Adhäsionen verhindert. Ist der rechte Zeitpunkt vorbei, so ist die spätere Behandlung nur von geringem Erfolg, oft folgt totale Erblindung. S. Tafel »Augenkrankheiten«, [* 2] Fig. 5.
(Cooks Nordkap), Landspitze der Tschuktschenhalbinsel unter 180° L. v. Gr., 68° 50' 13'' nördl. Br.
* 3 China.
russ. Gouvernement in Ostsibirien, an der West- und Nordseite des Baikalsees, grenzt südlich an China [* 3] (durch das Sajanische Gebirge davon getrennt), westlich an das Gouvernement Jenisseisk, nördlich an das Gebiet Jakutsk, östlich (durch den Baikalsee davon getrennt) an das ehedem zum Gouvernement I. gehörige Transbaikalische Gebiet und umfaßt 800,768 qkm (14,246 QM.) mit (1883) 398,873 Einw. Das Land ist gebirgig, seine Hauptflüsse sind die Angara, welche in den Jenissei (s. d.) sich ergießt, und die Lena (s. d.). Unter den fünf Kreisen (I., Wercholensk, Balagansk, Nishne Udinsk und Kirensk) ist Balagansk der am dichtesten bevölkerte und fruchtbarste Ostsibiriens.
* 6 Gold.
Roggen, Gerste, [* 4] Hafer [* 5] und Gemüse gedeihen gut. Goldwäschen finden sich namentlich im Nishne Udinskischen Bezirk, im Flußsystem der obern Tunguska, an der Birjussa und deren Nebenflüssen, gaben aber nur wenig, zusammen mit dem Kanskischen Bezirk im Gouvernement Jenissei im J. 1880: 377 kg. Von 1876 bis 1880 lieferten beide Bezirke zusammen 2607 kg. Der Irkutskische Bezirk lieferte 1879 nur wenige Pfund Gold. [* 6] Außerdem werden noch Eisen [* 7] und Salz [* 8] gewonnen, von letzterm 1879: 3,700,000 kg. Die einst sehr ergiebige Jagd gewährt dem Nomadenjäger kaum mehr den Unterhalt.
Den Hauptbestandteil der Bevölkerung [* 9] bilden Russen, Buräten und Tungusen; Haupterwerb ist Ackerbau, Viehzucht und [* 10] Verfrachtung der Waren aus und nach den Hinterländern (China). Von den Russen sind ein Drittel verbannte Zwangsarbeiter. Das Gouvernement wird von der wichtigen Poststraße von Krasnojarsk nach der Hauptstadt I., die sich jenseits zum Amur fortsetzt, durchzogen. Es besaß im J. 1877: 109 Fabriken und industrielle. Anstalten mit 3121 Arbeitern und einem Produktionswert von 3,290,717 Rubel. Spiritus- und Branntweinbrennereien nehmen den ersten Platz ein, dann folgen Etablissements für Eisenverarbeitung, Salzsiedereien, Tuch-, Porzellan- und Fayencefabriken. Die Zahl aller Lehranstalten war 1883: 202 mit 5151 Schülern, nämlich 5 Fachschulen mit 523 Schülern (ein Priesterseminar, ein Lehrerseminar, eine Feldscherschule, ein Militärgymnasium, eine technische Schule), 8 mittlere Lehranstalten und 189 Elementarschulen.
* 11 Theater.
Die gleichnamige Hauptstadt liegt an der Mündung des breiten und reißenden Irkut in die Angara, 370 m ü, M., und hat sich von einer ärmlichen Weilerhütte und Poststation (1652) zur bedeutendsten Stadt Sibiriens aufgeschwungen, die, nachdem sie 1879 durch eine mehrere Tage dauernde Feuersbrunst beinahe vollkommen zerstört worden war, doch (1884) 36,117 Einw. zählt. Sie ist die Residenz des Generalgouverneurs von Ostsibirien und Sitz eines Bischofs, hat breite Straßen mit reichlich versehenen Läden, eine schöne Kathedrale, 9 andre Kirchen, ein Gouvernements- und viele öffentliche Gebäude, ferner ein Gymnasium, Theater, [* 11] eine Bibliothek, ein Mineralienkabinett, ein Arbeits- und Findelhaus, Gefängnis und zeigt bei reger Gewehrs- und Handelsthätigkeit mehr Wohlleben und westeuropäischen Luxus als irgend ein andrer Ort in Sibirien. I. ist Hauptstapelplatz für den Handel zwischen dem Osten Asiens und Petersburg. [* 12] Mit Beginn der Schneebahn treffen von der chinesischen Grenze Tausende von Schlitten mit Thee, Rhabarber etc. in langen Reihen hintereinander ein. Die verminderte Theeeinfuhr auf dem Landweg über Kiachta (s. d.) hat dem Handel in den letzten. Jahrzehnten starken Abbruch gethan; aber Provinz wie Stadt I. werden erhöhte Bedeutung erhalten, sobald die Besiedelung der russischen Mandschurei weitere Fortschritte machen wird.
Landwirtschaft, Fischerei, Bergbau.
Industrie, Handel, Nationaleinkommen.
Geschichte. / Irland vor der englischen Eroberung.
Irland unter englischen Königen aus dem Haus Plantagenet.
Irland unter den Tudors und Stuarts bis zur Revolution von 1649.
Irland von der Revolution bis zur Union mit England (1649-1801).
O'Connell und die Repealagitation.
Homerulebewegung und Landliga.
* 13 Großbritannien.
(engl. Ireland, bei den keltischen Urbewohnern Eirin oder Erin, d. h. Westland, woraus die bei den Alten üblichen Namen Jerne, Juverna und Hibernia entstanden), ein mit Großbritannien [* 13] vereinigtes Königreich, umfaßt die westliche der beiden großen britischen Inseln und liegt zwischen 51° 25'–55° 23' nördl. Br. und zwischen 5° 20'–10° 28' westl. L. v. Gr. (s. Karte »Großbritannien«).
| Übersicht des Inhalts: | |
|---|---|
| Lage und Küs |
3 |
| Bodenbeschaffen |
4 |
| Gewäs |
4 |
| Areal und
Bevölke |
5 |
| Na |
5 |
| Religion | 5 |
| Bil |
6 |
| Landwirt |
7 |
| Fischerei | 7 |
| Bergbau | 7 |
| Industrie | 8 |
| Handel | 8 |
| Na |
8 |
| Verwal |
9 |
| Geographische Litteratur | 9 |
| Geschichte | 9 |
* 14 Breite.
Die Insel I. wird von Schottland durch den Nordkanal, von England durch das Irische Meer und den St. Georgskanal getrennt und ist im übrigen vom Atlantischen Ozean umgeben. Die Gestalt der Insel ist in ihrer. Grundform als Rautenviereck zu denken. Der nördlichste Punkt ist Malin Head, der südlichste Mizen Head; die Westspitze bildet Dunmore Head, den östlichsten Punkt die Küste südlich von Donaghadee. Die längste, in südwestlicher Richtung durch die Insel gezogene Linie mißt 497 km; die durchschnittliche Breite [* 14] der Insel beträgt etwa 200 km, ihr Flächeninhalt 84,252 qkm (1602,7 QM.), wovon 638 qkm (11,6 QM.) auf 196 kleinere Inseln kommen.
Die Küste hat eine Ausdehnung [* 15] von 2254 km, und kein Punkt des Landes ist über 80 km vom Meer entfernt. Was Reichtum an schönen, natürlichen Häfen betrifft, so genießt I. im Vergleich zu Großbritannien entschieden den Vorzug; schade nur, daß die Mehrzahl der besten Häfen an der dem offenen Atlantischen Meer zugewandten Westküste liegen, wo sie dem Handel nur wenig nützen und eigentlich nur Fischerbooten eine Zufluchtsstätte bieten. Ganz wie in Großbritannien, ist auch in I. die Ostküste im allgemeinen flach und einförmig, die Westküste dagegen steil und vielfach gegliedert. Der einzige gute Hafen an der Ostküste wird durch den Belfast Lough gebildet. An der Nordküste verdient Lough Swilly Beachtung, an der Westküste die durch die 463 m hohe Elareinsel geschützte Clewbai und die durch die Araninseln ¶
geschützte Galwaybai mit ihren Unterabteilungen. An der zerrissenen, durch tiefe Fjorde gekennzeichneten Südwestküste sind zu erwähnen: der Valentiahafen, der sicherste in ganz Kerry, die Dinglebai, der tief ins Land eindringende sogen. Kenmare River und die Bantrybai. An der Südküste liegt der sichere und geräumige Hafen von Cork.
Der größte Teil der Insel besteht aus einer welligen Tiefebene, reich an Seen, Sümpfen und Torfmooren. Diese Tiefebene erstreckt sich von der Ostküste bei Dublin [* 17] ununterbrochen bis zur Westküste und dringt auch an andern Stellen bis an die Küste vor, so daß 77 Proz. der gesamten Oberfläche der Insel eine Meereshöhe von weniger als 150 m haben. Nehmen wir an, daß das Meer bis zu dieser Höhe stiege, dann würde sich I. in einen Archipel auflösen, bestehend aus zahlreichen Inseln, deren höchste, in Kerry, 890 m über den neuen Meeresspiegel sich erheben würde.
Die Berge sind meist nackt und ohne Gehölz, oft wild und felsig und fast stets von malerischen Formen. Sie haben im allgemeinen die Normalstreichlinie der Berge von Wales oder Schottland und bilden keine eigentlichen Ketten, sondern einzelne Gruppen. Die wichtigsten dieser Gruppen sind in Nordirland: die Berge von Antrim, im nordöstlichsten Teil der Insel, welche im Trostan 554 m hoch ansteigen und in steilen Basaltmassen ins Meer abfallen (s. Giant's Causeway);
die Mourne Mountains, im S. der vorigen, in der Grafschaft Down (mit dem 852 m hohen Slieve Donard), welche in den in südwestlicher Richtung streichenden Hügelzügen, die gleich ihnen vorherrschend aus silurischem Gestein bestehen, eine Fortsetzung finden;
* 18 Bergen.
die Sperrin Mountains, auf der Grenze von Londonderry und Tyrone, von den Bergen [* 18] Antrims durch das Thal [* 19] des Bann, von jenen Donegals durch den Fluß Foyle getrennt (im Mount Sawel 68,3 m hoch);
die Berge von Donegal, im nordwestlichsten Winkel [* 20] der Insel, ein zerklüftetes Gebirgsland mit tiefen Thälern und kleinen malerischen Seen, mit dem Errigal (752 m) und Bluestack (676 m hoch);
die Berge von Dowbally, in Leitrim und Cavan, von den vorigen durch den Fluß und See Erne geschieden (im Cuilcagh 667 m hoch);
die Nephinberge, an der Westküste, in der Grafschaft Mayo, und nördlich von der Clewbai (806 m);
die Hochlande von Connemara (die Twelve Pins von Binabola 730 m) und die von ihnen durch die tief ins Land eindringende fjordartige Killerybai geschiedenen Gebirge im S. der Clewbai (Muilrea 796 m, Croagh Patrick 765 m).
Im S. steigen an der Ostküste, dicht bei Dublin, die Berge von Wicklow an, berühmt durch landschaftliche Schönheiten, im Lugnaquilla 926 m hoch. Sie setzen sich in südwestlicher Richtung in einem Höhenzug fort, in welchem die Berge Leinster und Blackstairs zu 795 und 734 m ansteigen. Ferner sind hier zu nennen: die Comeragh- und Knockmealdownberge (755 und 795 m hoch), welche sich von der Südküste ins Innere erstrecken und von den Flüssen Suir und Blackwater begrenzt werden;
* 21 Schweiz.
die Berge von Kerry im äußersten Südwesten, die Irische Schweiz, [* 21] mit den Seen von Killarney und aus mehreren Gebirgszügen bestehend, zwischen welchen die See tief hineindringt und Fjorde bildet.
Sie erreichen ihren Höhepunkt im Carrantuohill in den Macgillicuddy Reeks, der 1074 m hoch ansteigt. Außer diesen Küstengebirgen erheben sich im Innern des Landes mehrere Höhenzüge, unter welchen die Galtymore- (919 m), Silvermine- (Keeper 694 m) und Slieve Bloomberge (528 m) die bedeutendsten sind.
* 23 Kreide.
In geognostischer Hinsicht besteht die große irische Ebene aus Kohlenkalkstein, auf welchem ausgedehnte Torfmoore lagern, über welche die aus älterm Gestein bestehenden Gebirgszüge hervorragen. Die geognostische Beschaffenheit der Gebirge läßt uns in ihnen eine Fortsetzung der Berge von Schottland und Wales erkennen. Die ersten drei der oben genannten Gebirgszüge bestehen aus silurischen Schiefern, gleich den in Schottland vorkommenden, durchbrochen von Granit, von dem metamorphische Gesteine [* 22] sie scheiden. Im nördlichen Antrim tritt Basalt massenhaft auf, umlagert von Kreide, [* 23] Grünsand und Lias, den einzigen Gliedern der obern sekundären Formation, welche man in I. antrifft. Im nordwestlichen I. findet man kristallinische Schiefer mit demselben Streichen und Fallen [* 24] wie in Schottland (Sutherland); sie werden durchbrochen von Granit, Quarzfels und Porphyr, und in Verbindung mit ihnen treten Versteinerungen führende silurische Gesteine und devonische Sandsteine auf.
Blei [* 25] und Zinn kommen vor, werden aber nicht ausgebeutet. Die Wicklowberge im S. von Dublin bestehen aus Granit und Glimmerschiefer, mit Thonschiefer in den fruchtbaren Flußthälern. Sie bergen Blei und Kupferkies und in geringer Menge Zinn, Silber und Golderze. Auch wurde Gold in dem Flußsand des östlichen Abhanges gesunden. Die Gebirge des südwestlichen I. endlich stimmen in ihrem geologischen Bau mit denjenigen von Wales überein. Alte Kalksteine und silurische Schiefer herrschen vor. In den Galtymorebergen treten devonische Sandsteine auf.
* 26 Flüsse.
I. ist gut bewässert; nicht weniger als 237 Flüsse [* 26] und Flüßchen (ohne die Nebenflüsse) eilen dem Meer zu. Ihr Lauf ist nicht reißend, häufig erweitern sie sich zu Seen, und viele unter ihnen sind fast bis zu ihrer Quelle [* 27] schiffbar. Der wichtigste unter ihnen ist der Shannon, ihm zunächst kommen der Suir (mit dem Barrow und Nore) und der Bann. Eine Beschreibung der wichtigern dieser Flüsse findet der Leser in den besondern Artikeln. Hier beschränken wir uns auf Angabe der Größe ihres Flußgebiets und der Länge ihres Laufs:
| Flüsse | Länge | Flußgebiet | ||
|---|---|---|---|---|
| Kilom. | QKilom. | QMeil. | ||
| Ostküste | Boyne | 113 | 2639 | 48.9 |
| Liffey | 132 | 1370 | 24.9 | |
| Slaney | 117 | 1761 | 32.0 | |
| Südküste | Suir (mit Barrow) | 184 | 9207 | 167.3 |
| Blackwater | 167 | 3325 | 60.4 | |
| Westküste | Shannon | 258 | 15 |
285.0 |
| Corrib (mit Clare) | 9 | 3139 | 57.0 | |
| Moy | 100 | 2085 | 37.9 | |
| Erne | 104 | 4374 | 79.4 | |
| Nordküste | Foyle | 117 | 2926 | 53.1 |
| Bann | 137 | 5707 | 105.2 | |
Der ansehnlichste unter den zahlreichen Seen ist der Lough Neagh (408 qkm oder 7,8 QM.), welchen der Bann durchfließt. Ihm an Größe zunächst stehen der Lough Corrib (176 qkm oder 3,2 QM.), die beiden vom Erne gebildeten Seen (zusammen 148 qkm oder 2,7 QM.), Lough Ree (129 qkm oder 2,3 QM.) und Lough Derg (93 qkm oder 1,7 QM.). Die Seen von Killarney sind berühmt wegen ihrer romantischen Umgebungen.
Das Klima [* 28] von I. ist ozeanisch mild und feucht, im Durchschnitt fallen jährlich 91 cm Regen. An der Westküste sind die Regenmengen bedeutender als an der Ostküste, ganz ähnlich, wie dies in England der Fall ist. So fallen in Dublin jährlich 78 cm, in ¶
Fortsetzung Irland:
Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 9. Band: Irideen - Königsgrün, Seite 3; .
http://www.peter-hug.ch/lexikon/09_0003?q=irisierenderwolken
x.
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