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Fortsetzung: Kreideformation, (Quadersandsteinformation, Quadergebirge, Grünsandformation, procäne Formation, den Bezeichnungen
porphyrische Gesteine [* 2] im Banat. – Unter den technisch nutzbaren Mineralien sind in erster Linie die Quadersandsteine als wichtigstes, namentlich an den sächsischen Elbufern massenhaft gewonnenes Baumaterial, die Schreibkreide zu bekannter Verwendung, die Kalke und Mergel als Rohstoff zur Mörtel- und Zementfabrikation anzuführen. Einige alpine Kreidekalke bilden schöne Marmorvarietäten, Phosphorite stellen sich mitunter (so namentlich bei Folkestone in Südengland) in bauwürdiger Menge ein, ebenso Eisenerze (Peine, Salzgitter, Banat).
Gangförmig eingelagerte Erze sind selten (Bleiglanz und Blende bei Stadthagen in Westfalen, [* 3] Kupfer- und Eisenerze im Banat), häufiger dagegen Gänge von Asphalt (Westfalen, Banat) und Strontianit (Westfalen). Endlich werden kleine Kohlenflöze bei Quedlinburg [* 4] und bei Ottendorf in Schlesien [* 5] einem bescheidenen Abbau unterworfen, deren Wichtigkeit freilich nicht entfernt vergleichbar ist mit der der Wealdenformation (s. d.) angehörigen Deisterkohle.
Färben der ordinären weißen Tuche mit einer Brühe von geschlämmter Kreide [* 6] und Wasser zur Verdeckung des gelblichen Stichs der Wolle.
s. v. w. Gewürznelken, ^[= (Gewürznägelein), s. Caryophyllus.] s. Caryophyllus.
(Glaceepapier), starkes, mit einem Gemisch von Bleiweiß, [* 7] Kreide oder Blanc fixe und Leim überzogenes und geglättetes Papier zu Visitenkarten etc. Ein andres Kreidepapier (Métalliquepapier) ist auf beiden Seiten mit Kalkmilch gestrichenes, getrocknetes und satiniertes oder auch nur mit Schlämmkreide abgeriebenes Velinpapier.
Mit Stiften aus Zinnbleilegierung darauf geschriebene Schrift läßt sich durch Gummi nicht fortnehmen.
s. Plastische Massen. ^[= Mischungen verschiedenartige Substanzen, welche zum Abformen, besonders zur billigen Herstellung ...] [* 8]
s. Kupferstecherkunst. ^[= (Chalkographie), die Kunst, durch Eingravieren einer Zeichnung in eine Kupfertafel eine Druckplatte ...]
s. v. w. Kreideformation. ^[= (Quadersandsteinformation, Quadergebirge, Grünsandformation, procäne Formation, den Bezeichnungen ...] [* 9]
(Maastrichter Kreide), s. Kreide ^[= # (weiße K.), weißer, feinerdiger, lockerer und deshalb abfärbender Kalkstein, aus sehr kleinen ...] und Kreideformation.
Dorf im braunschweig.
Kreis Gandersheim, mit (1885) 960 Einw., ist wichtiger Knotenpunkt der Linien Hannover-Kassel der Preußischen und Holzminden-Oschersleben der Braunschweig. [* 10]
Staatsbahn.
(lat. creare), schaffen, erschaffen, ins Leben rufen, wählen, ernennen;
eine Rolle krëieren (in einem neuen Theaterstück), s. v. w. sie zuerst darstellen, ihr gleichsam die Gestalt geben.
Karl, Meteorolog und Astronom, geb. 4. Nov.
1798 zu
Ried in
Österreich ob der Enns, studierte zu
Wien
[* 11]![]()
die
Rechte,
Mathematik und
Astronomie,
[* 12] wurde 1827
Assistent der
Wiener, 1831
Eleve der
Mailänder
Sternwarte,
[* 13] 1838
Adjunkt
des
Prager
Observatoriums, 1845
Direktor dieser
Sternwarte und 1851
Direktor der Zentralanstalt für
Meteorologie und Erdmagnetismus
in
Wien, wo er 21. Dez.
1862 starb. Kreil hat 1846–48, dann 1850 und 1851 zahlreiche magnetische und geographische
Ortsbestimmungen
angestellt und sich durch Verbesserung magnetischer
Apparate sowie durch die
Konstruktion einer
Reihe von
selbstregistrierenden meteorologischen
Instrumenten verdient gemacht.
Seine Beobachtungen über den Erdmagnetismus in Mailand [* 14] erschienen als Supplemente zu den Mailänder »Effemeridi«. Ähnliche Beobachtungen wurden auch an der Prager Sternwarte begonnen und veröffentlicht (Prag [* 15] 1839 bis 1850, 11 Bde.),
ebenso in Wien (1856 ff.). Er schrieb noch: »Versuch, den Einfluß des Mondes auf den atmosphärischen Zustand unsrer Erde zu erkennen« (Prag 1841);
»Über die Natur und Bewegung der Kometen« [* 16] (das. 1843);
»Magnetische
[* 17] und geographische
Ortsbestimmungen
in
Böhmen«
[* 18]![]()
(das. 1846),
»im österreichischen Kaiserstaat« (Wien 1846 bis 1851, 5 Bde.),
»an den Küsten des Adriatischen Golfs« (das. 1855);
»Anleitung zu magnetischen Beobachtungen« (2. Aufl., das. 1858);
»Entwurf eines meteorologischen Beobachtungssystems für die österreichische Monarchie« (das. 1850);
»Über den Einfluß der Alpen [* 19] auf die Äußerung der magnetischen Erdkraft« (das. 1850);
»Einfluß des Mondes auf die magnetische Deklination« (das. 1852) und »auf die horizontale Komponente der magnetischen Erdkraft« (das. 1853).
Kreil gab auch das »Astronomisch-meteorologische Jahrbuch für Prag« (Prag 1842–45) und die »Jahrbücher der Zentralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus« (seit 1849) heraus.
einer der Titanen (s. d.). ^[= in der griech. Mythologie das dritte Göttergeschlecht, die Söhne und Töchter des Uranos ...]
1) Eine gerade Linie schneidet den K. in höchstens zwei Punkten und heißt dann eine Sekante
11) Die Größe eines Bogens von w Grad ist = rπ
[10.185] Kreis die geographische Abteilung oder Unterabteilung
Kreis
[* 1] (lat.
Circulus, daher auch veraltet Circul, jetzt meist
Zirkel), in der
Geometrie eine ebene, geschlossene,
krumme Linie,
deren
Punkte alle gleich weit von einem festen
Punkte, dem
Mittelpunkt
(Zentrum), entfernt sind. Diese
Entfernung
heißt der
Halbmesser
(Radius) des Kreises
, das
Doppelte derselben der
Durchmesser
(Diameter). Die wichtigsten
Eigenschaften des
Kreises
sind folgende:
1) Eine gerade
Linie schneidet den Kreis
in höchstens zwei
Punkten und heißt dann eine
Sekante, während man das zwischen den
beiden Schnittpunkten liegende begrenzte
Stück eine
Sehne (chorda) nennt. Eine durch den
Mittelpunkt gehende
Sehne ist ein
Durchmesser.
2) Fällt man vom
Mittelpunkt des Kreises
eine
Senkrechte auf die
Sehne, so wird dieselbe halbiert. Zwischen dem
Radius r, der
Sehne
s und ihrem senkrechten
Abstand d vom
Mittelpunkt besteht daher nach dem
Pythagoreischen
Lehrsatz die
Gleichung r² = ¼s² + d².
3) Errichtet man im Halbierungspunkt einer
Sehne ein
Perpendikel, so geht dieses durch den
Mittelpunkt des Kreises.
4) Man kann daher den
Mittelpunkt eines Kreises
finden, sobald drei
Punkte desselben bekannt sind; ist der Kreis
selbst oder ein
Stück desselben gegeben, so kann man die drei
Punkte beliebig wählen. Man verbindet dann geradlinig den
ersten und zweiten sowie den ersten und dritten
Punkt, halbiert die Verbindungslinien und errichtet in den Halbierungspunkten
Senkrechte, deren Schnittpunkt der
Mittelpunkt ist.
5)
Fallen
[* 20] die beiden Schnittpunkte des Kreises
mit einer
Geraden in einen einzigen
Punkt zusammen, so sagt
man, die
Gerade berühre oder tangiere den Kreis
in diesem
Punkt; sie ist eine
Tangente und der
Punkt der Berührungspunkt. Die
Kreis
tangente steht senkrecht auf dem
Halbmesser, der durch den Berührungspunkt geht.
6) Im Gegensatz zu der umschlossenen Fläche, der Kreisfläche, bezeichnet man die Kreislinie auch mit dem Namen Umfang oder Peripherie; ein beliebiges Stück des Umfanges heißt ein Bogen [* 21] (arcus). Die beiden Radien, welche nach den Endpunkten des Bogens gehen, bilden den Zentriwinkel, der über diesem Bogen steht. Da der ganze Umfang in 360 gleiche Teile geteilt wird, die man Grade nennt, und jeder solche Grad in 60 Minuten, jede Minute in 60 Sekunden zerfällt, so hat jeder Bogen ebensoviel Grade etc. wie sein Zentriwinkel. Darauf beruht in der Praxis die Messung der Winkel [* 22] mit Hilfe eines geteilten Kreises.
7) Verbindet man die Endpunkte eines Bogens A und B [* 1] (Fig. 1) durch gerade Linien mit irgend einem Punkt P auf dem übrigen Teil der Peripherie, so erhält man
[* 1] ^[Abb.: Fig. 1. Kreis mit Radien und Sehnen] ¶
Fortsetzung Kreis:
Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 10. Band: Königshofen - Luzon, Seite 184; .
http://www.peter-hug.ch/lexikon/10_0184?q=Kreis