| 2 Artikel | Textanfang / Anzahl Wörter |
|---|---|
| Aalmutter | (Blennius L., Zoarces C.), Fischgattung aus der Ordnung der Stachelflosser und der Familie der / 162 |
| Aalmutter _2 | (Zoarces viviparus L.), ein etwa 30 cm langer, auf dem Rücken dunkelgefleckter Stachelflosser / 85 |
(1) Meyers Konversations-Lexikon, 1888 _ 1
Aalmutter
(Blennius L., Zoarces C.), Fischgattung aus der Ordnung der Stachelflosser und der Familie der Schleimfische (Blennioidei), Fische [* 2] mit verlängertem, etwas zusammengedrücktem Leib, sehr kleinen, unter der Haut [* 3] zerstreuten Schuppen, abgerundetem Kopf mit weitem Maul, kegelförmigen Zähnen, verkümmerten, an der Kehle stehenden Bauchflossen, langen, schmalen Brustflossen, sehr langer Rückenflosse und über die Hälfte des Unterleibs sich erstreckender Afterflosse, welche, wie die erstere, mit der Schwanzflosse verbunden ist.
* 4 Fische II.
Die hierher gehörigen
Fische gebären meist im
Herbst lebendige
Junge. Die gemeine Aalmutter
(Aalquappe, R. viviparus L., s. Tafel
»Fische II«),
[* 4]
20–40
cm lang, bräunlich, oberseits dunkel gebändert und wolkig gefleckt, ist häufig in der
Nord- und
Ostsee und im
Kanal,
[* 5] geht auch in die
Flüsse,
[* 6] bevorzugt steinigen oder mit
Tang bewachsenen
Grund, nährt sich von
Fischen,
Muscheln,
[* 7]
Würmern,
Laich. Das Weibchen bringt im
Herbst, bisweilen erst im
Februar lebendige
Junge zur
Welt,
welche anfangs sehr durchsichtig sind, aber ungemein schnell wachsen. Die Aalmutter
hat wenig schmackhaftes
Fleisch und
Knochen,
[* 8] welche
beim
Kochen grün werden.
Ende Aalmutter (1)
(2) Brockhaus´ Konversationslexikon, 1902-1910 _ 51
Aalmutter
(Zoarces viviparus L.), ein etwa 30 cm langer, auf dem Rücken dunkelgefleckter Stachelflosser der Nord- und Ostsee, mit schleimiger Haut, in der einzelne kleine Schuppen versteckt sind, kegelförmigen Zähnen, verkümmerten dreistrahligen an die Kehle gerückten Bauchflossen und um den Hinterkörper herumgehender zusammenhängender Flosse. Er gehört zur Familie der Schleimfische (s. d.) und ist unter den Knochenfischen der deutschen Gewässer der einzige, der nachweislich lebendige Junge gebiert, die sich in einem aufgetriebenen Teile der Eileiter entwickeln. Das Fleisch ist unschmackhaft. Die Knochen werden beim Kochen grün.
Ende Aalmutter (2)
→Seite 51.9: Aalquappe =Fisch, s. Aalraupe.
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 1. Band: A - Atlantiden, Seite 8; .
http://www.peter-hug.ch/lexikon/Aalmutter
x.
Sie sind hier: eLexikon > Meyers > Band 1 > Seite 1.8 > Aalmutter