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| Archaeopteryx | Ow. ("Urvogel"), fossile Vogelgattung mit der einzigen Art A. lithographica v. M. / 267 |
| Archäopteryx | ein fossiles Wirbeltier von der Größe einer Taube, das sich durch den Bau seines Beckens, / 129 |
(1) Meyers Konversations-Lexikon, 1888 _ 1
fossile Vogelgattung mit der einzigen Art Archaeopteryx
lithographica v. M.
(Archaeopteryx
macrura
Ow.),
* 3 Juraformation II.
aus dem zur
Juraformation
[* 2] gehörenden lithographischen
Schiefer von
Solnhofen (s. Tafel
»Juraformation II«).
[* 3] Man kennt außer einer 1861 gefundenen
Feder, welche die
Aufstellung der
Gattung veranlaßte, nur zwei
Exemplare des
Tiers, von
denen das vollständigere, sehr gut erhaltene sich im
Berliner
[* 4] mineralogischen
Museum befindet. Die Wichtigkeit des Archaeopteryx
liegt
darin, daß er zwar nicht, wie man zuerst annahm, einen Übergang zwischen
Reptilien und
Vögeln bildet, aber das er einen
der
ältesten
Vögel
[* 5] darstellt und aus einer Zeit stammt, wo das Flugvermögen noch nicht in der
Weise ausgebildet
war wie bei den heutigen
Vögeln. Durchaus dem eines
Vogels ähnlich ist sein
Kopf, nur hat er in beiden
Kiefern
Zähne;
[* 6] dagegen
ist der Brustkorb in einigen
Punkten ganz eigenartig gebaut.
Becken und Hinterbeine sind fast wie die eines echten
Vogels, und
auch die Vorderextremitäten sind nur dadurch bemerkenswert, daß jeder von den drei
Fingern eine
Kralle
trägt, mit der sich das
Tier vielleicht auf den
Bäumen festgehalten hat.
Ferner ist besonders zu beachten
¶
der sehr lange, aus 20 Wirbeln bestehende Schwanz. Das Gefieder ist sehr gut entwickelt und besteht aus Konturfedern und Daunen;
auch die Schienbeine waren befiedert, und am Schwanz trug jeder Wirbel ein Paar Steuerfedern, während der Rumpf wohl nur mit
Daunen bekleidet war. Von den innern Organen hat sich nichts erhalten. Nach allen bisher bekannt gewordenen
Merkmalen haben wir Archaeopteryx
für die Stammform der heutigen Flugvögel anzusehen; zugleich ist sein langer Schwanz ein handgreiflicher
Beweis für die Abstammung der Vögel von den Reptilien (s. Vögel).
Vgl. Dames, Über Archaeopteryx
(Berl. 1884).
Ende Archaeopteryx (1)
→Seite 1.770: Archäus =s. Archeus.
(2) Brockhaus´ Konversationslexikon, 1902-1910 _ 51
[* 8] ein fossiles Wirbeltier von der Größe einer Taube, das sich durch den Bau seines Beckens, seiner Rippen und seines Schädels, ferner durch seine bezahnten Kiefer und seinen langen, aus 20 Wirbeln bestehenden Schwanz den Reptilien anschließt, jedoch an dem letztern sowie an den mit freien, Krallen tragenden Fingern versehenen Vorderextremitäten Federn trägt. Die Hinterfüße sind nach dem Vogeltypus gebaut. Der Archäopteryx, der nicht eine Übergangsform zwischen den Reptilien und den Vögeln darstellt, sondern ein echter Vogel ist, ist nur aus den lithographischen Kalkplatten der Juraformation von Solnhofen bekannt. Das eine Exemplar wird in London, [* 9] das andere, welches die beistehende Abbildung, auf ein Viertel der linearen Originalgröße reduziert, zeigt, seit 1880 im königl. Museum für Naturkunde zu Berlin [* 10] aufbewahrt. (S. Zahnvögel.) –
Vgl. Dames, über Archäopteryx (Berl. 1884).
[* 8] ^[Abb.]
Ende Archaeopteryx (2)
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 1. Band: A - Atlantiden, Seite 769; .
http://www.peter-hug.ch/lexikon/archaeopteryx
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