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| Baum | # Gewächs, welches mit einem holzigen Stamm aus der Wurzel emporsteigt und erst in einer / 2643 |
| Baum _2 | # an großen Maschinen starke, meist runde, cylinderförmige Hölzer, die sich entweder um ihre / 41 |
| Baum _3 | # in der Marine ein etwas über Manneshöhe über dem Deck horizontal vom Mast aus nach hinten / 34 |
| Baum _4 | # Johann Wilhelm, protest. Theolog, geb. 7. Dez. 1809 zu Flonheim in Rheinhessen, siedelte 1822 / 107 |
| Baum _5 | $#4 / 1268 |
| Baum _6 | Werdet fällen alle guten Bäume, 2 Kön. 3, 19. 25. Lasset jauchzen alle Bäume, 1 Chron. / 143 |
(1) Meyers Konversations-Lexikon, 1888 _ 2
Baum,
Gewächs, welches mit einem holzigen
Stamm aus der
Wurzel
[* 2] emporsteigt und erst in einer gewissen
Höhe des
Stammes
eine aus blättertragenden
Ästen bestehende
Krone entwickelt. Der Unterschied zwischen Baum
und
Strauch ist
keineswegs scharf. So müßte z. B. die italienische
Pappel mit ihrem schon vom
Boden an aufrechte
Äste treibenden
Stamm
¶
eigentlich zu den Sträuchern gerechnet werden; manche Holzgewächse wachsen ebenso oft strauch- wie baum
artig, und an der
obersten Grenze ihrer Verbreitungszone in den Gebirgen erscheinen die Bäume nur krüppelhaft strauchförmig. Ebenso können
durch die Kunst Sträucher zu Bäumen umgebildet werden, wenn man ihnen die untersten Äste fortwährend abschneidet, und umgekehrt
Bäume zu Sträuchern, wenn ihr Gipfelzuwachs immer verschnitten wird. Auch die Höhe kann keinen Unterschied bedingen, denn
gewisse Sträucher, wie z. B. die Haselsträucher, wachsen oft viel höher als manche Bäume (z. B. die Ostheimer Kirsche).
* 6 Flechten.
Die Baumform
findet sich hauptsächlich in den höher ausgebildeten Pflanzenfamilien, von welchen gegen 50 größtenteils
Bäume enthalten. Doch kommen auch bei den weniger hoch organisierten Pflanzen, wie bei Koniferen,
[* 4] Palmen,
[* 5] Gräsern und selbst bei Farnen, Baum
formen vor. Dagegen fehlt die Baumform bei Pilzen, Flechten,
[* 6] Algen,
[* 7] Moosen, Liliaceen, Irideen,
Hydrocharideen, Najadeen, Scitamineen, Orchideen,
[* 8] Chenopodiaceen, Primulaceen, meist bei den Asperifolien, Personaten, Labiaten,
Konvolvulaceen, Gentianeen, Kampanulaceen, Kukurbitaceen, Doldengewächsen, Saxifrageen, Papaveraceen, Ranunkulaceen,
Karyophyllaceen u. a.
Die Gestaltsverhältnisse der Blätter sind wichtige Merkmale, um den Baum
an seinem Laub zu erkennen. Nicht minder brauchbar
zur Unterscheidung im winterlichen Zustand sind die Knospen
[* 9] des Baums.
Manche Bäume sind überdies mit Dornen ausgestattet;
dies sind entweder kurze Zweige, die mit dorniger Spitze endigen, wie beim Weißdorn und bei den wilden
Formen der Obstbäume, oder es sind stachelartig ausgebildete Nebenblätter, wie bei der Robinie. Die Blüten der Bäume sind
meistens verhältnismäßig unscheinbarer als die der krautartigen Gewächse.
Viele Bäume haben eingeschlechtige Blüten, und dabei sitzen die Blüten beider Geschlechter entweder auf demselben Baum
(Eiche,
Buche, Hainbuche, Birke, Erle, Nußbaum) oder auf verschiedenen, so daß man männliche und weibliche Bäume
zu unterscheiden hat (Weiden, Pappeln). Andre Bäume haben Zwitterblüten, und diese besitzen vielfach farbige Blumenblätter,
wie die Obstbäume, die Roßkastanie, die Rosen und viele Bäume der wärmern Klimate. Die Frucht- und Samenbildung zeigt weniger
Eigentümlichkeiten.
* 10 Zapfen.
Bei den meisten fällt die Reife in den Sommer oder Herbst desselben Jahrs; nur bei den Kieferarten erlangen der Same und der denselben enthaltende Zapfen [* 10] erst im zweiten Herbst nach der Blüte [* 11] vollständige Ausbildung. Die Früchte sind meistens nußartig mit einem einzigen ausgebildeten Samen, [* 12] oder sie zerfallen in mehrere einsamige nußartige Teile, wie bei den Ahornen. Saftige Steinfrüchte ebenfalls mit einem oder wenigen Samen finden sich bei den Obstbäumen, Kapseln [* 13] mit zahlreichen Samen bei den Weiden und Pappeln.
Die Art, wie der Baum
sich aufbaut, zeigt Verschiedenheiten, und damit hängt zum Teil auch das Charakteristische seiner Physiognomie
zusammen. Bei den baumartigen Farnkräutern und bei den meisten Palmen findet sich ein einfacher Stamm,
der mit einer einzigen großen Gipfelknospe endigt, daher keine Äste bildet und am Ende mit seinen dicht übereinander stehenden
riesenhaften, meist gefiederten Blättern besetzt ist. Bei den dikotyledonen Bäumen wächst der Stengel
[* 14] des Keimpflänzchens
heran zum Anfang des künftigen Baumstammes. In den Wuchsverhältnissen desselben ist aber in der Regel
schon von den ersten Lebensjahren an
ein mehrfacher Unterschied zu bemerken.
* 15 Fichte.
Entweder bildet sich der Keimstengel an der Spitze durch seine dauernd erhalten bleibende Gipfelknospe regelmäßig weiter und wird zum geraden, bis zur höchsten Spitze durchgehenden Baumstamm, wie z. B. bei der Fichte, [* 15] Tanne [* 16] und Lärche, an welchen sich dann seitlich die zahlreichen horizontal abgehenden Äste ansetzen, wodurch die Krone die pyramidenförmige Gestalt erhält, die schlanker wird, wenn sich auch die Äste steil am Stamm aufwärts richten, wie bei der italienischen Pappel.
* 17 Verlängerung.
Oder der Stamm zeigt zwar auch längere Zeit dieses Verhalten, später aber folgen ihm einer oder mehrere seiner Äste in bald schrägerer, bald steilerer Richtung sowohl im Höhenwuchs als in der Erstarkung nach oder überholen ihn oder übernehmen nach gänzlicher Unterdrückung des Hauptstammes allein die Fortbildung, so daß also der Stamm nicht bis in den Gipfel reicht, sondern sich in seiner Krone in mehrere starke Hauptäste teilt, wie bei der Kiefer, der Pappel, der Eiche, dem Apfelbaum u. v. a. Oder es verliert der Hauptstengel schon in den ersten Lebensjahren seine Fortbildungsfähigkeit, indem er nämlich die Eigentümlichkeit hat, an seinem Ende sich in horizontaler Richtung zu neigen; die Endknospe, welche ihn in diesem Fall nur in der letztgenannten Richtung verlängern würde, schlägt dann regelmäßig fehl, oft samt dem ganzen wagerecht gewordenen Endstück, und eine der letzten Seitenknospen des vertikal stehenden Stammteils wächst im folgenden Jahr zu einem kräftig aufschießenden, zuletzt aber am Ende wieder horizontal gerichteten Trieb empor, welcher sich dann gerade so verhält wie sein Vorgänger, und da dies alljährlich geschieht, so baut sich hier der Stamm auf aus so vielen einzelnen auseinander hervorgegangen Ästen verschiedenen Grades, wie er Jahre alt ist, und erscheint dann im erwachsenen Zustand ebenso regelmäßig und gerade wie diejenigen Stämme, welche durch stetige Verlängerung [* 17] einer Hauptachse gebildet sind.
Diese Stammbildung ist charakteristisch für die Ulme, Buche, Hainbuche, Linde. Von großem Einfluß auf die Physiognomie ist bei allen Bäumen der Umstand, ob sie frei stehen oder im Schluß aufgewachsen sind. So bildet sich z. B. bei der Rotbuche, wenn sie frei steht, die Krone schon von geringer Entfernung über dem Boden an, indem hier nicht selten wenig über Manneshöhe die ersten, horizontal ausstreichenden Äste an den Stamm sich ansetzen. Im geschlossenen Rotbuchenwald dagegen tragen die säulenförmigen Stämme erst in sehr beträchtlicher Höhe spitzbogenartig aufstrebende Äste, auf denen sich erst das Laubdach über den hohen Säulenhallen ausbreitet.
Ähnliche Verhältnisse zeigen auch meistens die andern Bäume bei freiem und bei geschlossenem Stande. Dagegen ist die Tracht der Trauerbäume, bei denen sämtliche Zweige zur Erde niederwachsen, eine feste, vererbbare Eigentümlichkeit gewisser echter Varietäten. Die bekannteste trauernde Varietät ist die Traueresche; doch hat man auch von vielen andern Bäumen Trauerbäume, so z. B. von den Ulmen, Linden etc. –
Auch in der Wurzelbildung zeigen die Bäume Verschiedenheiten. Manche behalten die Hauptwurzel, die sich am Keimpflänzchen entwickelt, ihr ganzes Leben hindurch; dieselbe steigt dann als gerade, dicke Pfahlwurzel tief in den Boden hinab, was besonders für die Eiche charakteristisch ist. In andern Fällen bleibt die Pfahlwurzel frühzeitig zurück; aus dem Stock entwickeln sich mehrere Seitenwurzeln, und diese gehen ¶
entweder auch zu beträchtlicher Tiefe in schiefer Richtung in den Boden, wie z. B. bei der Linde, oder sie halten sich nur oberflächlich und streichen dabei oft weit im Umkreis aus, wie bei den Pappelarten. Überdies erzeugt immer lockerer und tiefgrundiger Boden eine tiefere, bindige und flachgrundige Bodenbeschaffenheit eine oberflächlichere Wurzelbildung. Die monokotyledonen Bäume haben nie eine Pfahlwurzel; ihr Stamm endigt nahe unter der Bodenfläche und ist mit seitlich im Umfang aus demselben hervorkommenden Nebenwurzeln im Erdreich befestigt.
* 20 Kreis.
Hinsichtlich des innern Baues des Baumstammes weichen die zu den Monokotyledonen gehörigen Bäume, nämlich die Palmen, von den Dikotyledonen wesentlich darin ab, daß bei jenen die Gefäßbündel [* 19] im Grundgewebe zerstreut stehen, daß es darum keinen Kambiumring, keinen Holzcylinder und somit auch keinen fortdauernden Dickezuwachs des Stammes gibt. Bei den zu den Dikotyledonen gehörigen Bäumen hat der Stamm schon in der frühsten Jugend als dünner Stengel einen unter der Rinde gelegenen Kreis [* 20] von Gefäßbündeln, welcher jenen Teil von dem das Innerste einnehmenden Mark scheidet.
Dieser Gefäßbündelring stellt in seiner innern, dem Mark anliegenden Hälfte das Holz [* 21] und im äußern, an die Rinde angrenzenden Teil den Bast [* 22] dar; zwischen beiden zieht sich der Kambiumring hindurch. Dieser letztere, aus zarten, saftreichen, in Vermehrung begriffenen Zellen gebildet, vergrößert vermöge seines Zellvermehrungsprozesses die beiderseits ihm anliegenden Gewebe, [* 23] indem einesteils sich alljährlich an der Außenseite des Holzringes eine neue Zone Holzgewebe anlegt, wodurch die Jahresringe des auf diese Weise erstarkenden Holzkörpers entstehen, die man als konzentrische Linien auf dem Querschnitt desselben wahrnimmt, andernteils aber auch der Bast an seiner Innenseite einen jährlichen, wenn auch weit geringern Zuwachs erhält.
* 24 Decke.
Auf diese Weise kommt die dauernde Verdickung des Stammes und aller seiner Äste sowie auch der Wurzeln zu stande. Dabei erweitert sich die Rinde vermöge eigner Zellenbildung in dem Grad, als dies durch die von innen her erfolgende Verdickung des Stammes erheischt wird. Dadurch wird zugleich eine schützende Decke [* 24] für die zunächst darunterliegenden weichen Teile der Rinde und des Bastes gebildet. Dieser Überzug tritt bald als glattes Periderm, bald als rissige Borke auf (s. Periderm).
Die Bäume können bei ungestörter Vegetation und unter günstigen Verhältnissen ein außerordentliches Alter erreichen, und es ist gewiß, daß dasselbe bei mehreren gegenwärtig noch existierenden Bäumen bis zu den frühsten Daten der römischen und griechischen Geschichte zurückgeht. Mit hohem Alter ist in der Regel eine ungewöhnliche Dicke des Stammes, aber nicht immer eine entsprechende Höhe verknüpft. Die ältesten, stärksten und höchsten Individuen der Erde gehören zu den Affenbrot-, Drachen- und Gummibäumen, zu den Eichen, Linden, Platanen, zu den Palmen sowie zu den Nadelbäumen.
* 25 Maßstab.
Aloys de Cadamosto fand 1454 an der Mündung des Senegal Stämme des Affenbrotbaums (Adansonia digitata L.) von ungefähr 32 m Umfang, andre Reisende geben den Durchmesser derselben zu 8–9,4 m bei 22 m Höhe an. Spätere Reisende fanden die 300 Jahre früher von den ersten Besuchern eingeschnittenen Inschriften im Innern des Stammes wieder, und nach dem Maßstab, [* 25] der sich daraus für die Verdickung des Stammes ergab, konnte man das Alter mancher dieser Riesen auf ca. 6000 Jahre schätzen.
Der durch einen Sturm zerstörte Drachenbaum (Dracaena Draco L.) von Orotava auf den Kanarischen Inseln, der von A. v. Humboldt 1799 gemessen wurde, zeigte einen Umfang von 15 m bei einer Höhe von nicht viel über 22 m. Die Eukalyptusarten erreichen ebenfalls eine Stammstärke von 25 m im Umfang und eine Höhe von mehr als 150 m. Auch der Rosenbaum kann überaus alt werden; von dem sogen. tausendjährigen Rosenbaum (Rosa canina) an der Gruftkapelle des Doms zu Hildesheim [* 26] ist aber nur der Wurzelstock von 800jährigem Alter.
* 30 Freiburg.
Die größte und mächtigste Eiche in Europa [* 27] besitzt Deutschland [* 28] bei Körtlinghausen im preußischen Regierungsbezirk Arnsberg. [* 29] Sie zählt über 1000 Jahre und hat etwa 22 m Höhe und einen Umfang von 12,4 m nahe an der Erde. Die Eiche bei Saintes im französischen Departement Charente-Inférieure hat bei 18,8 m Höhe 1,6 m über dem Boden 6,75 m Durchmesser; man schätzt ihr Alter auf 1800–2000 Jahre. In Litauen sind Linden von 25,7 m Umfang und 815 Jahresringen gefällt worden. Zu den durch ihre Größe berühmten Linden gehören ferner diejenige bei Freiburg [* 30] in der Schweiz, [* 31] welche schon zur Zeit der Schlacht bei Murten wegen ihres Umfanges bekannt war, und die bei Neuenstadt am Kocher in Württemberg, [* 32] welche die Chronik schon 1226 als den »großen Baum an der Heerstraße« bezeichnet.
Die morgenländische Platane [* 33] (Platanus orientalis) erreicht auch im Süden Europas wie im Orient einen Riesenwuchs. Plinius erwähnt einer Platane, deren Stamm 25,4 m im Umfang hatte. Im Thal [* 34] Bujukdere bei Konstantinopel [* 35] befand sich noch neuerlich eine hohle Platane von 28 m Höhe und 15,7 m Stammumfang, deren Alter man auf mehrere Tausend Jahre schätzt. Der bekannte Kastanienbaum am Ätna, mehr durch Stärke [* 36] als durch Höhenwuchs merkwürdig, ist mehrere Jahrhunderte alt; in seinem Innern sollen 100 Pferde [* 37] Raum haben.
* 38 Brasilien.
In der Familie der Palmen findet man die über 56,5 m hohen Stämme von Ceroxylon andicola Hb. et Bp. in dem gemäßigten Alpenklima der Andes. Von den Koniferen endlich sind die Araukarien in Brasilien, [* 38] Chile, [* 39] Australien, [* 40] auf den Norfolkinseln und in Neukaledonien [* 41] 53–88 m hoch. Pinus grandis Dougl. in Neukalifornien erreicht 59–65 m, P. Lambertiana Dougl. 65–68 m, P. Strobus L. (White Pine bei den Nordamerikanern) in New Hampshire öfters 74–78 m. In Kalifornien gibt es Rottannen von 85,5 m Höhe, in Western-Oregon solche von 94 m Höhe.
Weißtannen von 63 m Höhe und 4–5,6 m Umfang finden sich auf dem Kübany ^[richtig: Kubany] im Quellgebiet der Moldau. In einem geschützten Thal der kalifornischen Sierra Nevada steht die 1850 entdeckte Familie von 90 riesigen Exemplaren der Wellingtonia gigantea Lindl. Das Alter des einen, den man gefällt hat, ist aus den Jahresringen auf mehr als 3000 Jahre berechnet worden. Ein andrer liegt am Boden mit abgebrochener Krone; der verstümmelte Torso mißt noch 94 m und hat an der abgebrochenen Stelle oben 5,6 m Durchmesser, weshalb man annimmt, daß dieser Baum ursprünglich 141 m Höhe gehabt habe.
Die Zedern des Libanon sind weltberühmt; ihre Stämme haben bis 12,5 m im Umfang bei 25–28 m Höhe. Sie kontrastieren sonderbar mit unsern nur in der Dicke kolossalen Eibenbäumen (Taxus baccata L.), die aber unter allen europäischen Baumarten das höchste Alter erreichen. So ergaben sich z. B. für den Taxus baccata von Brabum in der Grafschaft Kent drei Jahrtausende. Unsre größten Tannen und Fichten erreichen mitunter eine Höhe von 47 m bei einer Stärke von 3,7 m ¶
Fortsetzung Baum:
(2) Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz, 1890 _ 32
§. 1. Bäume werden zu den Pflanzen der Erde gezählt, und sind entweder fruchtbare oder unfruchtbare. Es werden derer viel in der heiligen Schrift angeführt, z. B.
Apfelbaum, Joel 1, 12. Bachweiden, 3 Mos. 23, 40. Buchen und Buchbäume, Esa. 60, 13. Castanienbaum, 1 Mos. 30, 37. Cedern, Sir. 24, 17. Cypressen, ib. Dornbusch, Richt. 9, 15. Feigenbaum, Joel 1, 12. Luc. 21, 29. Förnholz, 2 Mos. 37, 1. Granatbaum, Joel 1, 12. Hasel, 1 Mos. 30, 37. Ebenholz, 1 Kön. 10, 12. Klageiche, 1 Mos. 35, 8. Kiefern, Esa. 41, 19. Linden, Sus. 54. Lorbeer, Ps. 37, 35. Mandelbaum, Pred. 12, 5. Maulbeer, Luc. 19, 4. Myrtenbaum, Esa. 41, 19. Palme, Joel 1, 12. Pappel. 1 Mos. 30, 37. Tannen, Ps. 104, 17. Weinstock, Richt. 9, 12. etc. Siehe unter jedem was zu merken.
Es lasse die Erde aufgehen – fruchtbare Bäume etc., 1 Mos. 1, 11. 12. 29. c. 2, 5. 9. c. 3, 1.
Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten, 1 Mos. 3, 2.
Adam und sein Weib versteckten sich unter die Bäume, 1 Mos. 3, 8.
Lehnet euch (drei Männer) unter den Baum, 1 Mos. 18, 4. 8.
Hagar warf den Knaben unter einen Baum, 1 Mos. 21, 15.
Abraham pflanzte Bäume (einen dicken schattigen Wald) zu Bersaba, ib. v. 33.
Der Hagel zerbrach alle Bäume auf dem Felde, 2 Mos. 9, 25. Ps. 105, 33.
Heuschrecken sollen alle grünen Bäume fressen, 2 Mos. 10, 5. 15. das Ungeziefer, 5 Mos. 28, 42.
Ein Baum macht das bittere Wasser süss, 2 Mos. 15, 25.
Du sollst keinen Hain von Bäumen pflanzen bei dem Altar des HErrn, 5 Mos. 16, 21.
So sollst du die Bäume nicht verderben, du kannst davon essen, 5 Mos. 20, 19. 20.
Josua ließ den König zu Ai an einen Baum hängen, Jos. 8, 29. fünf Könige an fünf Bäume, c. 10, 86.
Salomo redete von Bäumen, 1 Kön. 4, 23.
Ahas räucherte unter allen grünen Bäumen, 2 Kön. 16, 4. 2 Chr. 28, 4. auch die Kinder Israel, 2 Kön. 17, 10. Jer. 2, 20. c. 3, 6. Ezech. 6, 13. Jer. 3, 6. 13. Ezech. 20, 23.
Bigthan und Theres werden an Bäume gehängt, Esth. 2, 23.
Haman wurde an den Baum gehängt, den er für Mardochai machen lassen, Esth. 5, 14. c. 6, 4. c. 7, 9. 10. c. 6, 7. ingleichen seine zehn Söhne, ib. c. 9, 13. 25.
Ein Baum hat Hoffnung, wenn er schon abgehauen ist, dass er sich wieder verändere (grüne), und seine Schößlinge hören nicht auf, Hiob 14, 7.
Er hat ausgerissen meine Hoffnung, wie einen Baum, Hiob 19, 10.
Daß die Bäume des HErrn (d. i. die höchsten Bäume) voll Safts stehen, Ps. 104, 16.
Lobet den HErrn (v. 7.) – fruchtbare Bäume und alle Cedern, Ps. 148, 9.
O wie froh wollten wir sein, wenn er gleich alle Bäume zu Ruthen machte über die bösen Kinder, Ezech. 21, 10.
Die Andern hieben Zweige von Bäumen, Matth. 21, 8. Marc. 11, 6.
Ich sehe Menschen gehen, als sähe ich Bäume, Marc. 6, 24.
§. 2. Wenn Ps. 96, 12. Ps. 148, 9. Esa. 44, 23. gesagt wird, daß die Bäume GOtt loben, so ist das von einer besondern und unnennbaren Freude zu verstehen, besonders werden nach Esa. 55, 12. alle Kreaturen gleichsam zum evangelischen Segen Glück wünschen. Daß Bäume GOtt loben, bedeutet, daß sie wie die ganze Schöpfung, wie der Himmel, Ps. 19, 1. GOtt verherrlichen, ein Mittel sein sotten, um an ihnen GOttes Herrlichkeit zu erkennen. Im mystischen Verstande kann man auch die Gläubigen, welche sich über der Sünder Bekehrung freuen werden, verstehen, 1 Chr. 17, 33. (Die Freude der Schöpfung zeigt an, wie diese erst dem Begnadigten ¶
Freude gebe, gleichsam heiter anlächle, frohlockend zujauchze; wie nur der Erlöste mit der ganzen Natur in Harmonie und Sympathie trete und das volle Naturleben mit empfinde.)
§. 3. Ein Baum ist ein Bild eines Menschen, und können beide in verschiedenen Stücken verglichen werden. Nämlich in Ansehung 1) der Schöpfung. Jene sind aus der Erde gewachsen, 1 Mos. 1, 11. dieser aus Erde geschaffen, 1 Mos. 2, 7. c. 3, 19. 2) Der Größe und Höhe. Bäume sind klein und groß; Menschen vornehm und niedrig etc., Sir. 33, 10–14. 3) Der Vortrefflichkeit, des Baums unter den Erdgewächsen; des Menschen unter allen lebendigen Thieren, 1 Mos. 1, 26. 27. 4) Der Früchte. Jene waren fruchtbar erschaffen; 1 Mos. 1, 11. diese nach GOttes Ebenbild, 1 Mos. 1, 26. Nach dem Fall wurde die Erde verflucht; 1 Mos. 3, 17. der Mensch verlor das Bild GOttes, 1 Mos. 6, 5. c. 8, 21. Wenn der Baum ausschlägt, muthmaßt man von seinen Früchten; die Jugend eines Menschen lehrt uns gleichsam seine zukünftige Aufführung.
5) Wie der Baum aus den Wurzeln Nahrung empfängt, so der Mensch, wenn er eingewurzelt ist in den Boden der christlichen Kirche: wie beim Baum von der Güte des Safts die Güte der Frucht abhängt, so beim Menschen von dem innern Geiste und Triebe sein Wirken.
6) Anderer Umstände, z. B. a) Ein Baum ist allen Stürmen des Wetters unterworfen; die Menschen haben Angst in der Welt, Joh. 16, 33. Ps. 38, 18. b) Ein Baum wird gefällt, und wo er hinfällt, bleibt er liegen; Pred. 11, 3. der Mensch muß sterben, 1 Mos. 3, 19. Ebr. 9, 27. wie er gelebt, so fährt er. c) Der Baum, wenn er gleich im Herbst entblättert wird, so schlägt er doch im Frühling wieder aus; also ein Mensch stirbt zwar, aber er wird erwecket zur Ewigkeit.
§. 4. Es sind auch Bäume ein Bild eines Regenten, Richt. 9, 8. ff. Ezech. 17, 24. c. 31, 4–18. Dan. 4, 7. 8. 9. Ein Baum erhebt sich über andere Gewächse: Obrigkeit ist über die Unterthanen erhaben. Jener giebt Schatten; diese soll die Unterthanen schützen: Ein Bild eines Lehrers, Judas v. 12 ff. Baum, aus einem Senfkorn gewachsen, Bild der christlichen Kirche, die den Menschen Schutz gegen die geistigen Feinde und Erquickung in allen Stürmen der Trübsal giebt.
Das Himmelreich ist gleich als ein Senfkorn, welches ein Baum wird, daß die Vögel unter dem Himmel kommen, und wohnen unter seinen Zweigen, Matth. 13, 32.
§. 5. Fruchtbare Bäume sind das Bild der Frommen; unfruchtbare aber das Bild der Gottlosen; welches besonders an beider Früchten zu erkennen.
Der ist wie ein Baum gepflanzet an den Wasserbuchen, der seine Frucht bringet zu seiner Zeit etc., Ps. 1, 3.
Wenn der Baum fällt, er falle gegen Mittag oder Mitternacht, auf welchen Ort er fällt, da wird er liegen, Pred. 11, 3. (d. i. Laßt uns also Gutes thun, so lange wir noch Zeit und dag Leben haben, Gal. 6, 10.).
Daß die übrigen Bäume seines Waldes (übrige Mannschaft von so großer Menge) mögen gezählt werden, und ein Knabe sie mag aufschreiben, Esa. 10, 19.
Daß sie genennet werden Bäume der Gerechtigkeit (die JEsus mit seiner Gerechtigkeit befeuchtet, belebt etc.), Pflanzen des HErrn zum Preise, Esa. 61, 3.
Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Welcher Baum nicht gute Früchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer geworfen, Matth. 3, 10. c. 7, 19. f. Luc. 3, 9.
Denn es ist kein guter Baum, der faule Frucht trage; und kein fauler Baum, der gute Frucht trage, Luc. 6, 44. Matth. 12, 33. (Faule Bäume sind wilde, unveredelte, die nur wilde Früchte tragen: Bild von Menschen, die nicht durch die Gnade des h. Geistes veredelt sind, deren Werke daher auch nur Werke des natürlichen fleischlichen Triebes sind, ohne innern Werth, und ohne geistlichen Wohlgeschmack zu gewahren.)
Diese Unfläther –; kahle unfruchtbare Bäume, zweimal erstorben und ausgewurzelt, Judas 12.
Ende Baum (2)
Weiter zu Seite 32.135: Baum des Erkenntnisses Gutes = und Böses
(3) Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz, 1890 _ 33
Werdet fällen alle guten Bäume, 2 Kön. 3, 19. 25. Lasset jauchzen alle Bäume, 1 Chron. 17, 33. Er wird zerbrochen werden wie ein fauler Baum, Hiob 24, 20. Wie ein Apfelbaum unter den wilden Bäumen, Hohel. 2, 3. Wie die Bäume im Walde beben vom Winde, Jes. 7, 2. Er gehet frisch daran unter den Bäumen im Walde, Jes. 44, 14. Siehe, ich bin ein dürrer Baum, Jes. 56, 3. Die ihr in der Brunst zu den Götzen laufet unter alle grünen Bäume, Jes. 57, 5. Die Tage meines Volkes werden sein, wie die Tage eines Baumes, Jes. 65, 22. Israel ging hin unter alle grünen Bäume, Jer. 3, 6. Beschädiget die Bäume nicht, Offenb. 7, 3. Das dritte Theil der Bäume verbrannte, Offenb. 8, 7. Daß sie nicht beleidigten das Gras, noch kein Grünes, noch keinen Baum, Offenb. 9, 4.
Ende Baum (3)
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 2. Band: Atlantis - Blatthornkäfer, Seite 506; .
http://www.peter-hug.ch/lexikon/baum
2.455 Bau2.509 Baum2.509 Baumagame2.509 Baumaloe2.509 Baumann2.509 Baumannshöhle2.510 Baumaterialien2.510 Baumbach2.511 Baume2.511 Baum2.511 Baumeister2.512 Baume les Dames2.512 Baume les Messieurs2.512 Baumfarne2.512 Baumfeldwirtschaft2.512 Baumg2.512 Baumgarten2.513 Baumgarten-Crusius2.513 Baumgartner2.514 Baumgärtner2.514 Baumgelände2.514 Baumhaar2.514 Baumhacker2.514 Baumholder2.514 Baumhühner2.514 Baumkauz2.514 Baumkircher2.514 Baumkitt2.514 Baumkleber2.514 Baumkrätze2.514 Baumkultus2.515 Baumläufer2.515 Baummesser2.515 Baummörder2.515 Baumnachtigall2.515 Baumöl2.515 Baumpfähle2.515 Baumpflanzungen2.516 Baumrinde2.516 Baumrutscher2.516 Baumsatz2.517 Baumschlag2.517 Baumschlüpfer2.517 Baumschröter2.517 Baumschule2.517 Baumschwälbchen2.517 Baumseide2.517 Baumsetzen2.517 Baumstark2.518 Baumwachs2.518 Baumwachtel2.519 Baumweichsel2.519 Baumwolle2.523 Baumwollgarn2.523 Baumwollgewebe2.523 Baumwollmolton2.523 Baumwollsamenöl2.523 Baumwollschnüre2.523 Baumwollstaude2.523 Baumwolltaft2.523 Baumwollzwirn2.523 Baumwucherer2.523 Baumwürger18.110 Baumbach18.111 Baumgartner18.111 Bäumker21.34 Baumöl21.35 Baumwolle21.39 Baumwollgarne21.42 Baumwollgewebe21.44 Baumwollensamenöl22.654 Baumwolle32.132 Bau32.134 Baum32.135 Baum des Erkenntnisses Gutes32.135 Baum des Lebens32.136 Baumeister32.136 Baumöl33.8 Bau33.9 Baum39.37 Baumeister39.37 Baumgartner41.187 BAUMA41.187 BAUMANSHAUS41.187 BAUMEN41.187 BAUMERT41.188 BAUMES41.188 BAUMGARTEN41.188 BAUMGARTENFLUH41.188 BAUMINE41.188 BAUMSBERGMit 100 Artikeln ist das Maximum zur Anzeige erreicht. Total wurden 141 verwandte Artikelanfänge gefunden. Mehr Artikel
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