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| Becken | # in der physikal. Geographie eine breite und auf allen Seiten von Gebirgen eingefaßte Vertiefung / 298 |
| Becken _2 | # (lat. Pelvis), der Knochengürtel, welcher zur Befestigung der untern Extremität am Rumpf / 722 |
| Becken _3 | # (auch Cinellen, türkische Teller, franz. Cymbales, ital. Piatti), Schlaginstrumente von unveränder / 97 |
| Becken _4 | $#4 / 134 |
| Becken _5 | # (Pelvis), in der Anatomie die am untern Teile des Rumpfes befindliche knöcherne, oben und unten / 495 |
| Becken _6 | # in der Geographie eine breite Vertiefung der Erdoberfläche, welche sich entweder unter das / 621 |
Becken
3 Seiten, 2'367 Wörter, 16'684 Zeichen
(1) Meyers Konversations-Lexikon, 1888 _ 2
Becken,
in der physikal.
Geographie eine breite und auf allen Seiten von
Gebirgen eingefaßte Vertiefung der Erdoberfläche,
welche, falls sie sich unter das normale
Niveau einsenkt, gewöhnlich von einem
See oder
Meer ausgefüllt
ist.
Beispiele solcher Einsenkungen (Meeresbecken
) sind das Becken
des
Mittelmeers,
[* 2] das des Mexikanischen
Golfs und die Becken
der großen
nordamerikanischen
Seen, welch letztere zwischen 77 und 180 m ü. M. liegen. Die geographischen
Landbecken
sind stets mit einem Flußlauf verbunden, doch können auch mehrere Becken
an demselben
Fluß hintereinander liegen. So treten im
Flußgebiet der
Donau fünf große, durch Thalengen, welche
Gebirgsketten quer durchbrechen,
voneinander getrennte Becken
hervor: das
oberste in
Bayern,
[* 3] bis
Passau;
[* 4]
dann das Wiener, ¶
bis Hainburg; das von Komorn; das ungarische Hauptbecken
mit der Theiß und das Becken
der Walachei. Auch der Rhein durchströmt zwei
große und deutlich geformte Becken:
das des Bodensees und ein unteres, von Basel
[* 6] bis Bingen.
[* 7] Ein sehr abgeschlossenes Becken ist das
böhmische, welches das Quellengebiet der Elbe, Moldau und Eger
[* 8] umfaßt und rings von Gebirgsketten umgeben
ist, die nur bei Tetschen von einer engen Thalspalte durchbrochen sind; weniger abgeschlossen ist das Thüringer Becken, das eigentlich
nur eine breite Mulde zwischen dem Thüringer Wald und dem Harz darstellt.
* 11 Depression.
Andre charakteristische Beispiele geographischer Landbecken sind das ungeheure Mississippithal in Nordamerika [* 9] und das große kontinentale Tiefland in Südamerika, [* 10] welches sich von den Ebenen Patagoniens bis an die Mündung des Amazonenstroms erstreckt. Für die Entwickelung großer Städte ist die Lage inmitten solcher Becken besonders günstig. Geologische Becken heißen muldenförmige, von Schichtgesteinen gebildete, frühere geographische Becken, die zum Teil oder ganz ausgefüllt sein können und an der Oberfläche gar keine Depression [* 11] zu zeigen brauchen. Besonders häufig spricht man von Steinkohlenbecken und Tertiärbecken, welche man nach den heute auf den betreffenden Schichtensystemen gelegenen Städten benennt, so das Aachener Steinkohlenbecken, das Londoner, das Pariser Tertiärbecken etc.
(lat. Pelvis), der Knochengürtel, welcher zur Befestigung der untern Extremität am Rumpf dient. Bei den Haifischen besteht es aus einem Knorpelstück; bei den Knochenfischen ist es verknöchert, jedoch noch nicht fest mit der Wirbelsäule verbunden und kann eine sehr verschiedene Entfernung vom Schultergürtel (s. d.) haben, so daß die hintern Extremitäten (Bauchflossen) zuweilen ganz nahe den vordern (Brustflossen) liegen. Erst bei den Amphibien und den höhern Wirbeltieren verbindet es sich mit einem oder mehreren Wirbeln der Kreuzgegend der Wirbelsäule (s. d.) und zerfällt zugleich in drei Abschnitte: Darm- oder Hüftbein (os ilii) zur Anheftung an die Wirbelsäule, Scham- oder Schoßbein (os pubis) und Sitzbein (os ischii);
* 12 Bauch.
beide letztere wenden sich von der Wirbelsäule ab nach dem Bauch [* 12] zu (ventralwärts) und vereinigen sich vielfach in der Bauchlinie mit denen der andern Seite, so daß dann ein geschlossener Knochenring entsteht.
Dieser ist bei den Amphibien von der Verbindungsstelle mit der Wirbelsäule aus gerade nach abwärts gerichtet, steht also senkrecht auf der Längsachse des Körpers; bei den Reptilien und Vögeln, welche in dieser wie in vielen andern Beziehungen eng zusammengehören, erstreckt er sich schräg nach vorwärts, so daß der Oberschenkel nach vorn von dem Kreuzbein zu liegen kommt; bei den Säugetieren hingegen wendet er sich schräg nach hinten. Offen, d. h. auf der Bauchseite auseinander weichend, ist das Becken der Reptilien und Vögel [* 13] mit Ausnahme des Straußes, geschlossen bei den meisten Säugetieren.
Bei den Vögeln ist das Darmbein meist ein sehr langer und mit einer großen Anzahl Wirbel verschmolzener Knochen. [* 14] Wo hintere Extremitäten fehlen, erleidet das Becken eine Rückbildung und wird z. B. bei den Walen durch zwei nicht mit der Wirbelsäule verbundene Knochen repräsentiert. Das menschliche Becken besteht beim Erwachsenen aus nur drei Stücken, nämlich dem unpaaren Kreuzbein (s. d.), d. h. einer Anzahl verschmolzener Wirbel, und den paarigen Beckenbeinen (os pelvis); letztere entsprechen den oben genannten drei Knochenpaaren und sind auch beim Neugebornen noch in diese Stücke zerlegbar.
Von ihnen stellen die beiden Darmbeine breite, schaufelförmige Knochen dar (s. Tafel »Skelett [* 15] des Menschen II«); an den Sitzbeinen ist nach hinten je ein starker Höcker (Sitzbeinhöcker) bemerkbar; die Schambeine vereinigen sich auf der Bauchseite in der sogen. Schambeinfuge (symphysis pubis) durch Faserknorpel miteinander. Auf der Rückenseite wird das Becken durch das Kreuzbein abgeschlossen. Den Hohlraum des Beckens trennt man in das obere oder große und in das untere oder kleine oder eigentliche Becken; als Trennungslinie dient eine auf der innern Seite befindliche ringförmige Knochenleiste (linea arcuata interna).
* 18 Bänder des Menschen.
Die obere Öffnung des kleinen Beckens heißt Beckeneingang, die untere Beckenausgang; zwischen beiden liegt die eigentliche Beckenhöhle. In dieser befinden sich von wichtigern Organen der Mastdarm, die Harnblase mit dem untersten Teil der Harnleiter, beim Weib die nicht schwangere Gebärmutter [* 16] und ihre Anhänge und die Scheide, beim Mann die Samenbläschen und die Vorsteherdrüse. Das weibliche Becken ist breiter, niedriger und geräumiger als das des Mannes. Ferner gehen bei letzterm die Steißbeinwirbel, ebenso die übrigen Verbindungsstellen der Beckenknochen eine knöcherne Verbindung ein, was beim Weib nicht der Fall ist, und es bleibt dadurch diesem die für den Geburtsakt so sehr wichtige Erweiterungsfähigkeit des Beckenausganges erhalten. Die beim Weib mehr auseinander liegenden Darmbeine bewirken die breiten Hüften desselben und zugleich die charakteristische, gegen die Kniee hin konvergierende Stellung der Beine (sogen. X-Beine). – Ein besonderer Teil des Beckens ist die sogen. Pfanne (acetabulum), in welcher der Oberschenkel mittels seines Gelenkkopfes ruht; sie bildet eine ziemlich flache Höhlung an der Verbindungsstelle des Darm-, Scham- und Sitzbeins. Daneben ist das sogen. eirunde Loch oder Hüftloch (foramen obturatorium), welches vom Scham- und Sitzbein begrenzt und mit Ausnahme einer kleinen Stelle durch eine Haut [* 17] (membrana obturatoria, s. Tafel »Bänder des [* 18] Menschen«) geschlossen wird. – Die Abweichungen des Beckens von seiner normalen Gestalt und Stellung sind sehr mannigfaltig und für die praktische Geburtshilfe überaus wichtig.
Auch durch Krankheiten der Knochen entstehen ganz charakteristische Formveränderungen, welche zuweilen beim Gebären das Eintreten des Kopfes in die Beckenhöhle, d. h. die Geburt des Kindes auf normalem Weg, verhindern. Hierher gehören auch die angebornen oder erworbenen Ausrenkungen des Hüftgelenkes. Die Last des Körpers ruht dann stets auf der noch gebrauchten Extremität, die dieser Seite zugehörigen Beckenteile wachsen fort, während die andre Seite mangelhaft sich entwickelt und verkümmert. Zur Messung der verschiedenen Durchmesser des Beckens, der Weite seines Ein- und Ausganges, seiner Neigung (bei aufrechter Stellung des Menschen ist der Eingang im Winkel [* 19] von 60° nach vorn geneigt) etc. bedient man sich des sogen. Pelvimeters.
(auch Cinellen, türkische Teller, franz. Cymbales, ital. Piatti), Schlaginstrumente von unveränderlicher, undefinierbarer Tonhöhe, die einen aufregenden, lauten, grell dröhnenden und lange nachhallenden Schall [* 20] geben. Sollen dieselben nur kurze Schläge markieren, so werden sie direkt nach dem Anschlag durch Anpressen an die Brust gedämpft. Die Becken sind tellerförmige Metallscheiben mit breiten, flachen Rändern, welch letztere der eigentlich klingende Teil sind, während der durchbohrte konkave Mittelteil, an dem die als Handgriffe dienenden Lederriemen befestigt sind, nicht mitschwingt; je zwei solcher ¶
Scheiben gehören zusammen und werden gegeneinander geschlagen (forte), oder man läßt die Ränder leise gegeneinander klirren (piano).
Ende Becken (1)
(2) Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz, 1890 _ 32
Wurden zur Stiftshütte gemacht, 2 Mos. 27, 3. c. 38, 3. 4 Mos. 4, 14. Es wurde darin das ¶
Opferblut aufgefangen, 2 Mos. 12, 22. c. 24, 6. und waren unten zugespitzt, daß sie der Priester nicht aus den Händen setzen, das Blut nicht gerinnen, und zum Sprengen untüchtig werden möchte.
Hiram machte zum Tempel welche von Gold, 1 Kön. 7, 40. 45. 20. 1 Chr. 83, 17. 2 Chr. 4, 8. 11. 23.
Werden gen Babel geführt, 2 Kön. 25, 15. Jer. 52, 18. 19.
Hathirsatha verehrte 50 zum Haus des HErrn, Neh. 7, 70.
Daß sie trinken und rumoren, als vom Wein; und voll werden, als die Becken (darin man die Trankopfer ausschüttete), Zach. 9, 15.
JEsus goß Wasser in ein Becken, und wusch den Jüngern die Füße, Joh. 13, 5.
Ende Becken (2)
(3) Brockhaus´ Konversationslexikon, 1902-1910 _ 52
(Pelvis), in der Anatomie die am untern Teile des Rumpfes befindliche knöcherne, oben und unten offene Höhle, welche einen ¶
umgekehrten, abgestumpften, von vorn nach hinten zusammengedrückten Kegel darstellt, dessen die Hüften bildende Basis nach oben liegt. Es wird aus vier durch Faserknorpel und Bänder vereinigten Knochen, den beiden Hüftknochen (Ossa innominata s. coxae), dem Kreuzbein (Os sacrum), welches die Wirbelsäule trägt, und dem Steißbeine (Os coccygis) gebildet. Jedes Hüftbein zerfällt in drei, während des Wachstums voneinander getrennte, erst während der Pubertät miteinander verschmelzende Knochen, in ein oberes schaufelförmiges Stück, das Darmbein (Os ilei), ein unteres Stück, das Sitzbein (Os ischii), und ein vorderes Stück, das Scham- oder Schoßbein (Os pubis).
An der Vereinigung dieser Teile sitzt nach unten die Pfanne, welche zur Aufnahme des Kopfes des Oberschenkels bestimmt ist. Nach einwärts von der Pfanne liegt das sog. eirunde Loch oder Hüftloch (foramen obturatorium), welches durch die Äste des Sitz- und Schambeins umgeben und durch eine fibröse Haut (membrana obturatoria) so verschlossen wird, daß nur an seinem obern äußern Winkel eine schräg verlaufende, aus der kleinen Beckenhöhle führende Lücke (canalis obturatorius) offen bleibt.
* 25 Knorpel.
Den obern Rand des Hüftbeins nennt man den Hüftbeinkamm, den untern, hervorragenden Winkel des Sitzbeins den Sitzknorren. Die Vereinigung der beiden Schambeine nach vorn bildet den Schambogen; den in der Mitte liegenden, durch Knorpel [* 25] und ein kurzes, festes Band [* 26] vermittelten Vereinigungspunkt derselben nennt man Schambeinfuge. (S. Tafel: Das Skelett des Menschen.) Eine fast in der Mitte des innern Becken hervorragende Querlinie teilt dieses in zwei Höhlen, von denen die obere das große, die untere das kleine Becken genannt wird.
* 28 Breite.
Die obere Beckenöffnung heißt der Beckeneingang, die untere der Beckenausgang; zwischen beiden liegt die eigentliche Beckenhöhle. Das Becken ist außen von kräftigen Muskeln [* 27] umgeben, welche die Bewegungen des Oberschenkels, zum Teil auch des Unterschenkels vermitteln; es begrenzt die Bauchhöhle von unten her und enthält einen Teil der dünnen Gedärme und den Mastdarm, die Harnblase, die Beckengefäße und Beckennerven, beim Weibe die Gebärmutter und die Eierstöcke. (S. Tafeln: Die Baucheingeweide des Menschen I, II.) Behufs Empfängnis und Ausbildung der Frucht ist das weibliche Becken in allen seinen Dimensionen größer als das männliche, wenn man die Höhe ausnimmt; sein größerer Umfang wird besonders durch die größere Breite [* 28] des Kreuzbeins bestimmt, während seine Kürze aus der geringern Länge des Sitzbeins folgt.
Daher hat die Frau auch breitere Hüften, denn die Breite des Becken beträgt bei ihr gewöhnlich 28, beim Manne nur 25 cm. Für die Geburtshilfe ist die genaue Kenntnis des weiblichen Becken, besonders die seiner Dimensionen von der größten Wichtigkeit, da die Technik der mechan. Hilfeleistungen bei schweren Geburten in erster Linie durch die räumlichen Verhältnisse dieses knöchernen Ringes bestimmt wird. Daher sucht man die Durchmesser desselben, von denen der gerade, vom Kreuzbein zur Mitte der Schambeinfuge gezogene, die Konjugata genannt wird, auch durch besondere Instrumente, welche man Beckenmesser (Pelvimeter) genannt hat, genauer zu ermitteln. Verunstaltungen und Formveränderungen der Beckenknochen, besonders durch Rhachitis bewirkt, geben oft die schwersten Geburtshindernisse ab. (S. Geburt und Geburtshilfe.)
[2.587] Becken in der physikal. Geographie eine breite
[2.588] Becken (lat. Pelvis)
[2.588] Becken (auch Cinellen
in der Geographie eine breite Vertiefung der Erdoberfläche, welche sich entweder unter das normale Niveau einsenkt und dann in der Regel als Landsee oder Meeresbecken mit Wasser gefüllt ist, oder welche dadurch gebildet wird, daß sie von Gebirgen oder wenigstens Höhenzügen umschlossen ist. Die Landbecken haben meist einen tiefen Einschnitt in ihrem Rande, durch welchen das Wasser abfließen kann, sind dann mit einem Flußlauf verbunden und bilden oft nur große Erweiterungen eines Fluß- oder Stromthals, nach dem man sie häufig zu benennen pflegt.
Aber mehrere dergleichen Becken können an demselben Flußlauf hintereinander liegen; auch kann ein Becken zwei oder drei Ausflüsse, oder eine sehr breite Öffnung nach dem Flachlande oder nach dem Meere haben, in welchem Falle es dann eigentlich nur ein halbes Becken oder eine Landbucht ist. So lassen sich im Flußgebiet der Donau 5 große Becken unterscheiden:
1) das Bayrische bis Passau, 2) das Wiener bis Hainburg, 3) das von Komorn, 4) das Theißbecken und 5) das Becken der Walachei, welches vom Schwarzen Meere durch die Hochebene der Dobrudscha abgeschlossen wird. Die obern Donaubecken sind sämtlich durch Thalengen, welche Gebirgsketten quer durchbrechen, voneinander getrennt. Ein sehr abgeschlossenes ist das Böhmische Becken. Dasselbe umfaßt das Gebiet der Elbe, Moldau und Eger und ist rings von Höhen umgeben, die bei Tetschen von einer engen Thalspalte durchbrochen sind.
* 29 Deutschland.
Auch der Rhein durchströmt zwei große und sehr deutliche Becken, von denen das obere größtenteils vom Bodensee ausgefüllt ist, während sich das untere von Basel bis Bingen ausdehnt. Minder charakteristisch und abgeschlossen ist das Thüringer Becken, welches eigentlich nur eine breite Mulde zwischen dem Thüringer Wald und dem Harz darstellt, aus welcher die Gewässer nach zwei Seiten abfließen. Gewaltig ist das Becken des Mississippithals in Nordamerika. Die Lage inmitten solcher Becken ist für die Entwicklung großer Städte besonders günstig, so in Deutschland [* 29] für Frankfurt [* 30] a. M. und Mainz, [* 31] in Österreich-Ungarn für Wien, [* 32] Prag, [* 33] Budapest [* 34] u. s. w. – Seltener sind die abflußlosen Becken, die, in allen Erdteilen verbreitet, in ihren tiefsten Teilen regelmäßig Salzseen (s. Seen) enthalten.
Die geologischen Becken oder Bassins fallen zwar häufig, aber nicht immer mit den geographischen zusammen. Sie bestehen aus schüsselartig ineinandersitzenden Schichten und Schichtenkomplexen, deren Ränder alle nach einem gemeinsamen Mittelpunkte zu einschießen, wobei die Neigung der Schichten nach der Mitte zu immer geringer wird und zuletzt in horizontale Lage übergeht. Die Ursachen solcher Lagerungsverhältnisse sind sehr verschiedenartig. Bei sehr flachen Becken ist die besprochene Lagerungsform die ursprüngliche, bereits durch die beckenförmige Gestaltung des Untergrundes, auf welchem sich das Schichtenmaterial abgelagert hat, bedingte, in andern Fällen hat eine lokale Senkung des Untergrundes einer horizontal abgelagerten Schichtenreihe und somit ein Nachsinken und Biegen der Schichten stattgefunden. Auch seitlicher Zusammenschub kann eine Beckenbildung verursachen. Zieht sich das Becken mehr in die Länge, so entsteht eine Mulde. Becken sind namentlich häufig im Gebiete der Steinkohlenformation und des Tertiärs. Das Muster eines geologischen Becken ist das Pariser Becken (s. d.), an dessen Aufbau die Schichten des Juras, der Kreide [* 35] und des Tertiärs teilnehmen. ¶
Ende Becken (3)
Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 2. Band: Atlantis - Blatthornkäfer, Seite 587; .
http://www.peter-hug.ch/lexikon/becken
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