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| Feder | # ein Maschinenteil aus elastischem Material (Stahl, Messing, Holz, Kautschuk), der vermöge / 330 |
| Feder _2 | # Johann Georg Heinrich, Popularphilosoph, geb. 15. Mai 1740 in dem baireuthischen Dorf Schornweißa / 158 |
Feder,
ein Maschinenteil aus elastischem
Material
(Stahl,
Messing,
Holz,
[* 3]
Kautschuk), der vermöge seiner die
Elastizität
des
Materials möglichst zur Geltung bringenden Form im stande ist,
Stöße aufzunehmen und zu mildern
(Trag-, Prell- oder Pufferfedern
,
Puffer) oder
Bewegungen hervorzubringen, z. B. bei den
Uhren
[* 4] (Triebfedern
), konstante Pressungen
auszuüben (Druckfedern
),
Schnüre etc. zu spannen (Spannfedern
),
Druck und Zugkräfte zu bestimmen (dynamometrische
Federn),
Töne hervorzubringen
(Ton- oder Schlagfedern
).
* 5 Kraft.
Das
Material der
Federn wird dabei entweder auf einfachen
Druck oder
Zug, oder auf Biegung, oder endlich
auf
Torsion in Anspruch genommen. Für den ersten
Fall
(Druck oder
Zug) kann nur ein besonders dehnbares oder zusammenpreßbares
Material verwendet werden, wie
Kautschuk, eingeschlossene
Luft. Kautschukfedern
haben daher die Form von
Kugeln oder
Cylindern
(letztere aus mehreren Kautschukringen mit Metallzwischenlagen gebildet), wenn sie einen
Druck zu empfangen
und auszuüben haben, in welcher Gestalt sie jetzt vielfach als
Puffer oder Wagenfedern
(z. B. bei Pferdebahnwagen) benutzt
werden; dagegen haben sie die Form eines
Bandes, wenn sie von der angreifenden
Kraft
[* 5] in die
Länge gezogen werden.
Die Federn aus steifem Material (Stahl, Messing, Holz) sind entweder Stäbe und Blätter von verhältnismäßig großer Länge oder aus besonders langen Stäben der Raumersparnis wegen aufgewickelte Spiralen. Erstere (Blattfedern) können entweder senkrecht zu ihrer Längendimension, parallel zur kleinsten Querdimension ihre Federkraft äußern (Biegung, z. B. bei Wagenfedern verwendet), oder an einem ebenfalls zur Längenrichtung senkrechten Hebelarm, der die Längsachse der Feder zur Drehachse hat, zum Federn gebracht werden (Torsion). Die Spiralfedern (Schraubenfedern) setzen sowohl dem Zusammendrücken und Ausziehen (d. h. der Verkleinerung und Vergrößerung des Abstandes zwischen den einzelnen Windungen, wobei das Material eine Torsion erleidet) als auch dem Zusammendrehen und Aufdrehen (wobei eine Biegung stattfindet) einen elastischen Widerstand entgegen, können also auf beide Arten verwendet werden. – Feder heißt auch beim Holzverband [* 6] eine leistenförmige Hervorragung auf der Kante des Brettes, welche in eine Längsnute auf der Kante eines andern Brettes paßt. – Früher nannte man Feder auch einen leichten, zwei- oder mehrschneidigen Stoßdegen mit Korb, wie solche namentlich in Frankreich im 16. Jahrh. gebräuchlich waren (estoc).
* 7 Erlangen.
Johann Georg Heinrich, Popularphilosoph, geb. 15. Mai 1740 in dem baireuthischen Dorf Schornweißach, studierte zu Erlangen [* 7] Theologie und Pädagogik, war von 1768 bis 1782 Professor der Philosophie an der Universität Göttingen; [* 8] starb als Direktor des Pageninstituts 22. Febr. 1821 in Hannover. [* 9] Von seinen ihrer klaren und geschmackvollen Darstellungsweise wegen zu ihrer Zeit vielgelesenen Schriften nennen wir: den »Grundriß der philosophischen Wissenschaften« (2. Aufl., Kob. 1769);
die »Untersuchungen über den menschlichen Willen« (2. Aufl., Lemgo 1785–92, 4 Bde.; ital., Brescia 1822);
»Institutiones logicae et metaphysicae« (5. Aufl., Götting. 1797);
»Über Raum und Kausalität« (das. 1787),
worin er dem Kantschen Idealismus entschieden entgegentrat.
Seine Selbstbiographie: »Feders Leben, Natur und Grundsätze« gab sein Sohn Karl August Ludwig heraus (Leipz. 1825). Als Philosoph gehörte Feder zu den bessern der zur Leibniz-Wolfschen Schule hinneigenden Eklektiker, welche die Philosophie zur Verbreitung der Aufklärung, besonders auch zur Beförderung gemeinnütziger psychologischer Kenntnisse und der Kultur des ästhetischen und des historischen Urteils nutzbar zu machen strebten.
Ende Feder
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 6. Band: Faidit - Gehilfe, Seite 92; .
http://www.peter-hug.ch/lexikon/feder
x.
6.92 Federalaun6.92 Federborstengras6.92 Federbusch6.92 Federchen6.92 Federerz6.92 Federgewicht6.92 Federgras6.92 Federhaargras6.92 Federhannsen6.93 Federhärte6.93 Federharz6.93 Federici6.93 Federkraft6.93 Federkrone6.93 Federlappen6.93 Federlein6.93 Federlinge6.93 Federmotor6.93 Federn6.95 Federn_26.95 Federnelke6.95 Federplatin6.95 Federschwingel6.95 Federsee6.95 Federspiel6.95 Federtapeten6.95 Federvieh6.95 Federwei6.95 Federweißer6.95 Federzange6.95 Federzeichnung6.95 Federzwenke18.283 Federn21.124 Federn_221.126 Federpelzwerk42.92 FEDERSTOCK48.23 Federal Reserve System48.23 Federal Trade Commission99.288 FederviehSie sind hier: eLexikon > Meyers > Band 6 > Seite 6.92 > Feder