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| Schuppen | 1) bei manchen Wirbeltieren, besonders bei den niedern, Verknöcherungen und Verhornungen / 342 |
Schuppenflosser (Doppelseitige Farbtafel)
1) bei manchen Wirbeltieren, besonders bei den niedern
2) In der Botanik verschiedenartige fischschuppenförmige Bildungen
Schuppen,
1) bei manchen
Wirbeltieren, besonders bei den niedern,
Verknöcherungen und Verhornungen der
Haut.
[* 2] An der
Bildung der S. ist nicht nur die
Oberhaut, sondern auch die
Lederhaut beteiligt. Entweder verknöchern nämlich
die
Papillen der letztern direkt, während die
Oberhaut eine zahnartige
Schicht abscheidet oder auch sich abreibt, so daß die
S. nackt hervortreten (Knochenschuppen
), oder sie wandeln sich zu großen und breiten
Erhebungen um und werden
von der meist sehr stark verhorntem
Oberhaut überzogen (Hornschuppen
). Bei den
Fischen unterscheidet man vier
Formen von S.:
a) Plakoidschuppen
, kleine Knochentäfelchen mit einer daraus hervorragenden
Spitze, bei den
Haien sehr verbreitet. b)
Ganoid-
oder Schmelzschuppen
, größere, in derselben
Weise gebildete Knochenschilde oder eckige, wie
Dachziegel angeordnete Plättchen,
¶
l Fahnenfisch (Chaetodon setifer).
2 Korallenfisch (C. fasciatus).
3 Klippfisch (C. vittatus).
4 Geißler (Heniochus macrolepidotus).
5 Herzogsfisch (Holacanthus diacanthus).
6 Kaiserfisch (H. imperator). ¶
* 6 Fische.
bei den Ganoiden allgemein vorhanden. c) und d) S. der Knochenfische, scheibenförmige, meist mit der Basis in kleinen Hautfalten,
den sogen. Schuppen
taschen, steckende, mehr oder minder biegsame Plättchen, deren frei hervorstehender
Rand entweder glatt (Cykloid- oder Rundschuppen
) oder gezähnelt oder bestachelt (Ktenoid- oder Kammschuppen
) ist. Bei den Amphibien
sind S. nur selten vorhanden, bei den Reptilien dagegen am ganzen Körper, bei den Vögeln an den Beinen
und bei einigen Säugetiergruppen am Schwanz (Nagetiere)
[* 5] oder auch am ganzen Körper (Schuppentier) ausgebildet, aber stets Hornschuppen
,
welche häufig die Gestalt von Tafeln, Schilden etc. annehmen. Für die Systematik sind sie wegen der Beständigkeit
ihrer Anordnung sehr wertvoll, solange es sich um die Unterscheidung nahe verwandter Gruppen (Arten, Gattungen) handelt. Im großen
ist die Beschaffenheit der S. nur von Agassiz (1833) zu klassifikatorischen Zwecken verwendet worden, doch hat sein hierauf
begründetes System der Fische
[* 6] (s. d., S. 297) sich bald als unhaltbar erwiesen. Bei Insekten
[* 7] und andern
Gliederfüßlern sowie bei manchen Ringelwürmern sind S. die meist auf dünnem Stiel angebrachten breiten, platt gedrückten
Hautanhänge, die im wesentlichen aus Chitin (s. d.) bestehen. Besondere Verbreitung erlangen diese S. nur auf
den Schmetterlingsflügeln, die meist völlig mit ihnen bedeckt sind. – 2) In der Botanik verschiedenartige fischschuppenförmige
Bildungen, vorzüglich Blätter, wenn sie eine solche Form besitzen wie die Knospenschuppen und die Deckblätter
der Kätzchen; auch die die Samenknospen tragenden blattartigen Organe der Zapfen
[* 8] der Nadelhölzer.
[* 9]
Ende Schuppen
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Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 14. Band: Rüböl - Sodawasser, Seite 662; .
http://www.peter-hug.ch/lexikon/schuppen
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