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Diedenhofen - Dieffenb

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DiefenbachLorenz, Sprachforscher, geb. 29. Juli 1806 zu Ostheim in Hessen, studierte 1821-23 zu Gießen / 250
Diefenbach _2Lorenz, Sprachforscher und Ethnolog, geb. 29. Juli 1806 zu Ostheim im Großherzog274 tum Hessen, / 280

Seite 4.951

Diefenbach

530 Wörter, 4'056 Zeichen

Philologie und Alterthumskunde — Philologen — Romanisten

Im Meyers Konversations-Lexikon, 1888



Diefenbach,

Lorenz, Sprachforscher, geb. 29. Juli 1806 zu Ostheim in Hessen, [* 2] studierte 1821-23 zu Gießen [* 3] Theologie und Philosophie, fungierte eine Reihe von Jahren als Pfarrer und Bibliothekar in Solms-Laubach und ließ sich 1848 dauernd in Frankfurt [* 4] a. M. nieder, wo er sich ganz der litterarischen Thätigkeit widmete und 1865 als zweiter Stadtbibliothekar angestellt wurde. Nachdem er 1876 in den Ruhestand getreten, ließ er sich in Darmstadt [* 5] nieder, wo er 28. März 1883 starb.

Spottiswoode - Sprache

Bild 15.177: Spottiswoode - Sprache (physiologisch)
* 6 Sprache.

Außer litterarischen und politischen Aufsätzen und »Gedichten« (Gießen 1840-1841) veröffentlichte Diefenbach eine Reihe wissenschaftlicher Werke, von denen wir als die bedeutenden anführen: »Über Leben, Geschichte und Sprache« [* 6] (das. 1835);

»Celtica« (Stuttg. 1839-40, 3 Bde.);

»Mittellateinisch-hochdeutsch-böhmisches Wörterbuch« (Frankf. a. M. 1846);

»Pragmatische deutsche Sprachlehre« (2. Aufl., das. 1851);

»Vergleichendes Wörterbuch der gotischen Sprache« (das. 1846-51, 2 Bde.);

»Glossarium latino-germanicum mediae et infimae aetatis« (das. 1857),

Ergänzung zu Ducanges bekanntem Werk, die im »Novum glossarium« (das. 1867) eine Fortsetzung erhielt;

»Origines europaeae. Die alten Völker Europas mit ihren Sippen« (das. 1861);

»Vorschule der Völkerkunde« (das. 1864) und »Hoch- und niederdeutsches Wörterbuch« (mit Wülcker, Frankf. u. Basel [* 7] 1874-85, 2 Bde.);

ferner die bei Ausbruch des russisch-türkischen Kriegs verfaßte Schrift »Die Volksstämme der europäischen Türkei« [* 8] (Frankf. 1877) und »Völkerkunde Osteuropas« (Bd. 1: »Türkisches Reich«, Darmst. 1880).

Hierzu kommen noch Romane und Novellen: »Ein Pilger und seine Genossen« (Frankf. 1851);

»Eschenburg und Eschenhof« (das. 1852);

»Der Vertauschte« (das. 1858);

»Arbeit macht frei« (Bremen [* 9] 1873);

»Novellen« (Frankf. 1856-1865, 2 Bde.);

»Die Pfarrerskinder« (das. 1867);

»Margarete« (Berl. 1868) u. a. Diefenbach war Mitglied der Berliner [* 10] Akademie der Wissenschaften.

Ende Diefenbach (1)
→ Seite 4.951: Dieffenbach ⟹ 1) Johann Friedrich, Chirurg, geb. 1. Febr. 1794 zu Königsberg i. Pr., studierte seit 1810

Im Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910



Diefenbach,



Dieffenbach - Diego Su

Bild 55.276: Dieffenbach - Diego Suarez
* 11 Seite 55.276.

Lorenz, Sprachforscher und Ethnolog, geb. 29. Juli 1806 zu Ostheim im ¶

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Großherzog-274 tum Hessen, studierte in Gießen Theologie und Philologie und beschäftigte sich dann in Frankfurt a. M. mit Musik und den modernen Sprachen. Nach mannigfachen Wanderungen lebte er 12 Jahre hindurch als Pfarrer und Bibliothekar zu Solms-Laubach, später an verschiedenen Orten Deutschlands [* 12] und trat 1845 zu Offenbach [* 13] zu der von ihm mitbegründeten deutsch-kath. Gemeinde über. Letztere Stadt erteilte ihm 1848 das Ehrenbürgerrecht und sandte ihn in das Vorparlament nach Frankfurt a.M. Er nahm nun seinen bleibenden Wohnsitz in Frankfurt a.M., wo er 1865 zum zweiten Stadtbibliothekar ernannt wurde.

Dieses Amt legte er 1876 nieder und zog nach Darmstadt, wo er 28. März 1883 starb. Er veröffentlichte: «Über die jetzigen roman. Schriftsprachen» (Lpz. 1831),

«Über Leben, Geschichte und Sprache» (Gieß. 1835),

«Mitteilungen über eine noch ungedruckte mittelhochdeutsche Bearbeitung des Barlaam und Josaphat» (ebd. 1836),

«Celtica» (2 Bde. in 3 Abteil., Stuttg. 1839–42),

«Origines Europaeae» (Frankf. 1861),

«Vergleichendes Wörterbuch der got. Sprache» (2 Bde., ebd. 1846–51),

«Vorschule der Völkerkunde und der Bildungsgeschichte» (ebd. 1864),

«Pragmatische deutsche Sprachlehre» (Stuttg. 1847),

«Mittellat.-hochdeutsch-böhm. Wörterbuch» (Frankf. 1846),

«Glossarium latino-germanicum mediae at infimae aetatis» (ebd. 1857, ein Supplement zu dem Werke des Ducange),

«Novum Glossarium latino-germanicum mediae at infimae aetatis» (ebd. 1867),

«Hoch- und niederdeutsches Wörterbuch», in Verbindung mit E. Wülcker (ebd. 1874–85),

«Völkerkunde Osteuropas» (2 Bde., Darmst. 1880). Belletristischen Inhalts sind: «Gedichte» (2 Bde., Gieß. 1840–41),

«Novellen» (2 Cyklen, Lpz. 1856–65) und mehrere Romane, wie «Die Aristokraten» (Frankf. 1843),

«Ein Pilger und seine Genossen» (ebd. 1851),

«Eschenburg und Eschenhof» (ebd. 1852),

«Der Vertauschte» (Lpz. 1858),

«Die Pfarrerskinder» (Frankf. 1867),

«Margarete» (Berl. 1868),

«Arbeit macht frei» (Brem. 1873),

«Der Zögling der Ursulinerinnen» (Novelle, Darmst. 1881).

Ende Diefenbach (2)
→ Seite 55.276: Dieffenbach ⟹ Anton, Genremaler, geb. 4. Febr. 1831 in Wiesbaden, erlernte zuerst in Straßburg, dann in Paris
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Quelle: Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 4. Band, Seite 951 im Internet seit 2005; Text geprüft am 7.5.2008; publiziert von Peter Hug; Abruf am 27.5.2024 mit URL:

https://elexikon.ch//Diefenbach

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